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Schnelles Internet für Außenbereiche für Schermbeck, Hamminkeln und Hünxe

Schermbeck, Hamminkeln und Hünxe : Schnelles Internet für Außenbereiche

Zum Ende des zweiten Quartals soll in Hamminkeln, Schermbeck und Hünxe der Breitbandausbau in den Außenbereichen beginnen. Das teilte jetzt die Gemeinde Hünxe für alle drei Kommunen mit.

Der endgültige Förderantrag wurde Anfang April gestellt. Gleichzeitig beantragten die drei Kommunen einen „vorzeitigen Maßnahmenbeginn“, damit die ersten Schritte eingeleitet werden können.

2016 hatten die Kommunen Hünxe, Hamminkeln und Schermbeck vereinbart, einen gemeinsamen Förderantrag für den Breitbandausbau im ländlichen Bereich, also außerhalb der „Kernorte“, zu stellen. Dies wurde mit Ratsbeschlüssen im Juni 2017 formal bestätigt. Nachdem für den Bundesanteil im Dezember 2017 ein vorläufiger Förderbescheid erteilt wurde, hat NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart im August 2018 den vorläufigen Förderbescheid für den Anteil des Landes übergeben. Anschließend wurde das Vergabeverfahren gestartet. Das allerdings musste wegen einiger Mängel noch einmal in Gang gesetzt werden, wodurch sich der Breitbandausbau verzögerte. Mittlerweile ist ein Vergabeverfahren durchgeführt worden, bei dem sich eine Bietergemeinschaft für alle Lose – drei für Hamminkeln, jeweils eins für Hünxe und Schermbeck – qualifiziert hat.

Aktuell ist geplant, dass der Anschluss des Glasfaserkabels kostenlos bis ins Haus erfolgt. Ein Anschlusszwang besteht nicht. „Allerdings sollte jeder Bürger die einmalige Chance nutzen, da es eine Wertsteigerung der Immobilie bedeuten kann und der Hausanschluss zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr kostenlos möglich ist“, schreibt Hünxes Bürgermeister Dirk Buschmann im Namen aller drei Kommunen.

Die Überarbeitung der Förderrichtlinien („Vortriebslösung“) erlaubt auch die – allerdings kostenpflichtige – Anschlussmöglichkeit an das Glasfasernetz von Haushalten, die an der Ausbaustrecke liegen, aber in der Vergangenheit nicht Bestandteil der Förderung waren. Diese Möglichkeit möchten die Bürgermeister der drei Kommunen nutzen.

Um den Ausbau konkret planen zu können, wird die Bietergemeinschaft im ersten Schritt eine so genannte Nachfragebündelung vornehmen. Diese wird mit Informationsmaterial eingeläutet, welches gegen Anfang Mai von der Bietergemeinschaft online zur Verfügung gestellt wird. Die konkreten Daten werden die Kommunen zeitnah bereitstellen.

Insgesamt haben die Bürger sechs Wochen Zeit, um einen Antrag bei den Providern einzureichen und sich in dieser Zeit den kostenlosen Hausanschluss zu sichern, wenn sie zu den so genannten „weißen Flecken“ gehören. Nach den sechs Wochen rechnet die Bietergemeinschaft mit Kosten von mindestens 3000 Euro pro Hausanschluss.

Die Anschlusskosten für nicht geförderte Anschlüsse müssen individuell ermittelt werden. Die monatlichen Tarife der Provider starten bereits ab 9,99 Euro für die ersten zwölf Monate; danach erhöht sich der Tarif auf mindestens 49,90 Euro monatlich für eine symmetrische Bandbreite mit 200 Mbit/s im Down- und Upload. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate für einen Vertrag.

Sobald die Nachfragebündelung abgeschlossen ist, wird die Bietergemeinschaft die Feinplanung für den Ausbau starten und noch in diesem Jahr mit den Tiefbauarbeiten beginnen. Fest steht: Sobald es grünes Licht für die Durchführung von Veranstaltungen gibt, finden auch Informationsveranstaltungen zum Thema Glasfaserausbau statt. Nach Beginn soll der Netzausbau innerhalb von drei Jahren in allen drei Kommunen abgeschlossen sein.

(RP)