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Schermbeck: Scheunen mit Photovoltaik brennt ab: Polizei ermittelt

Schermbeck : Scheunen mit Photovoltaik brennt ab: Polizei ermittelt

Am Lühlerheim hat es früh am Donnerstag gebrannt.

Nach dem Brand einer landwirtschaftlich genutzten Scheune in Schermbeck in der Nacht zu Donnerstag, ermittelt die Polizei derzeit die Ursache. "Wir haben noch keine Hinweise, was zum Brand geführt hat", sagte gestern ein Polizeisprecher auf Anfrage. Die Scheune war komplett mit einer Photovoltaikanlage versehen.

Immer wieder wird in der Fachwelt über das Thema Brandgefahr bei solchen Anlagen diskutiert. Zuletzt 2015 veröffentlichten TÜV Rheinland und das Frauenhofer-Institut für Solare Energiesysteme eine Studie zu Brandrisiken bei Photovoltaikanlagen. Generell gebe es keine größere Gefahr, lautet das Fazit. Aufhorchen lassen müsse aber, dass die Anlagen mit zunehmendem Alter fehleranfälliger werden. Es bedürfe einer ständigen Überprüfung.

Um Mitternacht kam es auf dem Gelände des Lühlerheims in Schermbeck an der Marienthaler Straße zu dem Großbrand. Als die Feuerwehr Schermbeck gegen kurz nach Mitternacht alarmiert wurde, stand die 600 Quadratmeter große Scheune bereits in Flammen. Ein mächtiger Feuerschein wies den Einsatzkräften aller drei Schermbecker Löschzüge den Weg.

In der Scheune brannten diverse landwirtschaftliche Geräte, Fahrzeuge und Heu. Die Scheune brannte komplett ab. Personen wurden nicht verletzt. Da das Gebäude einzustürzen drohte, konnte die Feuerwehr nur noch von außen löschen. Der Schaden ist nach Auskunft der Polizei "erheblich".

Die evangelische Stiftung Lühlerheim selbst hat die Scheune an einen Landwirt verpachtet. "Für unseren Betrieb hier hat das keine Konsequenzen", sagte auf Anfrage Geschäftsführer Theo Lemken. Allerdings ist die Lühlerheim-Stiftung selbst der Betreiber der Photovoltaikanlage.

Landwirt Dieter Schulte-Bunert aus Hünxe, der die Scheune gepachtet hat, bezeichnet den für ihn entstandenen Schaden als "überschaubar". In der Scheune hätte einige Maschinen gestanden, ein Hänger sei zerstört worden. "Zum Glück sind keine Menschen zu Schaden gekommen. Den materiellen Schaden kann man beheben", sagte Schulte-Bunert.

(RP)