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Schermbeck: Schermbecker Feuerwehr bekommt neuen Löschzug

Schermbeck : Schermbecker Feuerwehr bekommt neuen Löschzug

Das neue Fahrzeug kostet 233.00 Euro und ersetzt den alten Löschzug, Baujahr 1989.

Spannender hätte Gregor Sebastian, der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Schermbeck, das Abholen eines neuen Feuerwehrfahrzeuges wohl kaum gestalten können.

Um 18.40 Uhr bat er am Dienstagabend die drei Löschzugführer, ins Gerätehaus an der Schienebergstege zu kommen. Fünf Minuten später erhielten die 35 Mitglieder des Löschzuges Schermbeck eine ähnliche Anweisung. Gegen 18.55 Uhr begann im Gerätehaus ein großes Rätselraten. Erst um 19.04 Uhr löste sich die Spannung, als ein großes Feuerwehrauto mit Blaulicht vorfuhr und Gregor Sebastian und sein Stellvertreter Helge Dreßen dem Führerhaus entstiegen.

Schon vor vier Wochen erhielt Gregor Sebastian die Mitteilung, dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn auch der Feuerwehr in Schermbeck ein neues Einsatzfahrzeug zur Verfügung stellen würde. Am Dienstag wurde das Fahrzeug in Bonn von Christoph Unger, dem Präsidenten des BBK, im Beisein von Cornelia de la Chevallerie, der Abteilungsleiterin Gefahrenabwehr des Ministeriums für Inneres und Kommunales NRW, an Gregor Sebastian und Helge Dreßen sowie an den Kreisbrandmeister Udo Zurmühlen übergeben. Um bei der Rückkehr nach Schermbeck nicht bemerkt zu merken, stellten Sebastian und Dreßen das Fahrzeug am Nachmittag auf dem Gelände der Familie Albedyhl in Besten ab.

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Die offizielle Übergabe des Fahrzeugs durch den Landrat des Kreises Wesel wird zwar erst am 13. Januar erfolgen, aber die Schermbecker wollten zumindest schon mal hausintern das Weihnachtsgeschenk feiern, und auch Bürgermeister Mike Rexforth ließ es sich nicht nehmen, der Schermbecker Wehr bei ihrem festlichen Umtrunk herzlich zu gratulieren.

Das neue Löschgruppenfahrzeug ersetzt das alte aus dem Jahr 1989. Es kostet rund 233.000 Euro. Der Einsatz im Rahmen des Elbe-Hochwassers hat gezeigt, dass Fahrzeuge dieses Baujahres technisch sehr veraltet sind. In dem Bemühen, die für den Katastrophenschutz benötigten Fahrzeuge zu erneuern, setzten das BBK und das Land Nordrhein-Westfalen auf jene Feuerwehren, die bereits Erfahrungen mit solchen Fahrzeugen sammeln konnten. So geriet Schermbeck mit auf die Liste für die Fuhrparkerneuerung.

(hs)