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Schermbecker Energiegenossenschaft: Generalversammlung nur schriftlich

Schermbecker Energiegenossenschaft : Generalversammlung findet diesmal schriftlich statt

Die Corona-Pandemie verhindert ein Treffen der Schermbecker Energiegenossenschaft, die im Herbst vor elf Jahren aus der Taufe gehoben wurde. Vier Prozent Dividende für die Mitglieder sind angedacht.

Erstmals in der Geschichte der am 21. Oktober 2009 gegründeten  Schermbecker Energiegenossenschaft wird über die Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr im Umlaufverfahren berichtet und entschieden. Den Mitgliedern der Genossenschaft wurde eine Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2019 zugeschickt. Aus dem beigefügten Lagebericht erfahren die Mitglieder, dass sieben Windräder in zwei Windparks pro Jahr etwa 69 Millionen kWh Strom erzeugen. Dieser Strom reicht für etwa 19.500 Haushalte, in denen jeweils drei Personen leben. Die Schermbecker Energiegenossenschaft ist an den beiden Windparks mit 1,25 Millionen Euro beteiligt.

    Die beiden Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Firma Wißmann und der des Hauptstandortes der Grundschule an der Weseler Straße befinden sich seit zehn Jahren am Netz und liefern Strom für etwa 50 Drei-Personen-Haushalte. Die Einspeisevergütung lag jeweils zwischen 60.000 und 70.000 Euro pro Jahr.

Seit März vergangenen Jahres fahren zwei E-Autos durch Schermbeck. 22.500 Kilometer wurden durch das E-CarSharing-Projekt Schermycar elektrisch gefahren. Es handelt sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt mit der Volksbank Schermbeck und der Gemeinde Schermbeck.

   Noch bis zum 3. August haben die Mitglieder der Genossenschaft nun Zeit, ihr Rede-, Frage-, Antrags- und Auskunftsrecht durch schriftliche Mitteilung oder Mitteilung per E-Mail an den Vorstand auszuüben. Vorstand und Aufsichtsrat werden auf eingehende Mitteilungen bis zum 10. August persönlich reagieren und für alle Mitglieder die Frage-Antwort-Liste auf der Internet-Seite www.klimaschutz-in-schermbeck.de in der Rubrik Organisatorisches veröffentlichen.

   Bis zum 14. August können die Mitglieder ihre Stimmen zu den einzelnen Tagesordnungspunkten abgeben. Dazu gehört nicht nur die Genehmigung des Jahresabschlusses 2019, sondern auch die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von 51.577,50 Euro. Der Vorstand schlägt vor, eine vierprozentige Dividende auszuzahlen und die restlichen 9077,50 Euro in die Ergebnisrücklagen einzustellen. Die Ausschüttung der Dividende ist für den 19. August geplant.