Weihnachten in Schermbeck Das war der Winterzauber in Weselerwald

Weselerwald · Die dritte Ausgabe des Weselerwalder Winterzaubers war am Samstag gut besucht. Es gab viele Ideen für Geschenke. Dazu gehören auch die Schals und Mützen einer Gruppe, die sich schon seit 50 Jahren trifft.

Am Stand der Frauenhilfe boten Leni Brändl, Edith Bergmann, Inge Burre und Gabi Weber (v.l.) handarbeitliche Arbeiten zum Verkauf an.

Am Stand der Frauenhilfe boten Leni Brändl, Edith Bergmann, Inge Burre und Gabi Weber (v.l.) handarbeitliche Arbeiten zum Verkauf an.

Foto: Helmut Scheffler

Ein Hauch von Weihnachten wehte am Samstag durch die Räume des Privatmuseums „Das Alte erhalte“ an der Marienthaler Straße 20, welches das Ehepaar Elke und Klaus Sondermann für den dritten Weselerwalder Winterzauber zur Verfügung gestellt hatte. Besucher aus dem weiten Umfeld des Schermbecker Ortsteils Weselerwald wurden auf der Suche nach vorweihnachtlichen Dekorationen und weihnachtlichen Geschenken fündig; die Angebote waren vielseitig.

Mehrere Gruppen und Einzelpersonen gestalteten den Winterzauber, der sich schon in den Jahren 2017 und 2019 als kleiner und feiner Weihnachtsmarkt entpuppt hatte. Anne Tietze wartete nicht nur mit Stollen, Likören, Pralinen und Marmeladen auf, sondern auch mit Schmuckgläsern zum Aufbewahren unterschiedlicher Gegenstände.

Nebenan bot Stefanie Tange Leuchtpilze aus Silikon und geflochtene Hundeleinen zum Verkauf an. Der Brüner Heiner Neerfeld war erstmals mit hölzernen Zäunen, Stiefelknechten und Gartenstelen beim Weselerwalder Winterzauber vertreten. Zu Brigitte Neerfelds Angeboten gehörten Süßigkeiten, Mini-Torten, Waffeln und Holzstichbilder.

Die Hamminkelnerin Sonja Verstege hatte Kerzen mit weihnachtlichen Grüßen versehen. Fachwerkhäuser aus Kiefernholz für Vögel zeugten vom handwerklichen Geschick Josef Vorholts aus Obrighoven. Die Vogelhäuser konnten aufgehängt werden oder waren mit einem Standfuß versehen. Für die zehn- oder zwölfeckigen Dächer wurden Holzschindeln verwendet.

Die Hamminkelnerin Irmhild Hövelmann, die seit etwa 30 Jahren eine begeisterte Malerin ist, bewies mit ihren Aquarellen eine Vorliebe für Details der niederrheinischen Landschaft, die sie unterwegs mit der Kamera einfing und dann zu Hause in ihren Gemälden zeichnerisch umsetzte. Elke und Christian Lohn aus Xanten-Vynen waren zum zweiten Mal beim Weselerwalder Weihnachtszauber vertreten. Mit seinen Ketten und Ohrringen aus Kaffeekapseln bewies Christian Lohn, dass man nicht alle Haushaltsabfälle per Mülltonne entsorgen muss, sondern für die Herstellung von Schmuckstücken verwenden kann. Seine Frau bot Wichtel zum Verkauf an.

Erstmals dabei waren auch Petra Nuyken und Kai Behne aus Spellen-Ork, die seit 2018 Bienenhonig von eigenen Bienenvölkern anbieten. An ihrem Stand konnte auch Lippenbalsam aus Bienenwachs erworben werden. Am Stand der Drevenacker Frauenhilfe boten Leni Brändl, Edith Bergmann, Inge Bure, Gabi Weber, Luitgard Blömer und Edith Jörrers eine große Auswahl gestrickter Socken, Mützen, Schals und Geschenktaschen an. Seit fast 50 Jahren treffen sich Frauen im Drevenacker Handarbeitskreis, um ihre speziellen Talente im Häkeln, Stricken und Sticken unter Beweis zu stellen. Der Umsatz floriert, zumal der Erlös stets für einen guten Zweck gespendet wird.

Während des Festes hatten die Besucher Gelegenheit, im Rahmen eines Rundgangs durch die Museumsräume auch die Lebens- und Arbeitsweise der Menschen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kennen zu lernen. Seit 2007 haben Elke und Klaus Sondermann eine Vielzahl von Exponaten aus Haushaltsauflösungen und privaten Überlassungen zusammengetragen. Inzwischen sind auf einer Fläche von etwa 100 Quadratmetern fünf Themenräume entstanden: eine Küche, eine Waschküche, ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer und ein Klassenzimmer.

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