1. NRW
  2. Städte
  3. Wesel

Schermbeck-Weselerwald: Schützenverein verteilt Überraschungstüte

In Schermbeck-Weselerwald : Eine Tüte voller Überraschungen für alle Schützen

Zum zweiten Mal in Folge kann der Schützenverein Weselerwald und Umgebung wegen der Corona-Pandemie kein traditionelles Schützenfest feiern. Um aber den Kontakt zu den Mitgliedern nicht zu verlieren, hat sich der Vorstand des 122 Jahre alten Vereins eine besondere Aktion einfallen lassen.

„Wir haben eine Präsenttasche zusammengestellt, die wir jedem Schützen, den Damen des Tambourcorps und den Partnerinnen ehemaliger verstorbener Schützen haben zukommen lassen“, berichtet Präsident Andreas Appenzeller. Es handelt sich um eine weiße Papiertasche mit einem Wappen-Aufkleber des Schützenvereins.

In der Tüte befinden sich das offizielle Anschreiben zur Absage des Schützenfestes 2021, eine Flasche Bier, ein Kräuterschnaps, ein Aufkleber mit Wappen, ein Flaschenöffner sowie eine Postkarte und ein Bierdeckel des Vereinslokals Landhotel Voshövel.

Beigefügt ist auch ein selbst entworfener Anstecker mit einem Fuchs, der eine Mund-Nase-Maske trägt, und mit dem diesjährigen Schützenfest-Motto „Gemeinsam einsam“. Ein Flyer mit dem Foto des seit 2019 amtierenden Königspaares Uwe und Nadja Stenk mit seinem Throngefolge listet zudem alle die Personen auf, die in den Jahren 2020 und 2021 im Rahmen der Inthronisation auf der Festwiese hätten geehrt werden sollen. In einem beigefügten Schreiben bitten der Vorstand und das Königspaar die Vereinsmitglieder, im Umfeld des Himmelfahrtstages, an dem in normalen Jahren das Schützenfest seinen Höhepunkt erlebt, die Schützenfahne zu hissen. Im Text heißt es weiter: „Außerdem würden wir gerne direkt nach dem imaginären Antreten und der Parade an Christi Himmelfahrt, also gegen 17 Uhr, mit einem kleinen Gedeck anstoßen – jeder für sich auf seine individuelle Weise. Wer möchte, kann dann einfach Bild, Ton oder Videomaterial mit uns teilen.“

„Ziel dieser ganzen Aktion“, betont Präsident Appenzeller, „ist natürlich das Gemeinschaftsgefühl der Schützen in diesen Zeiten zu stärken, auch wenn man nicht zusammen Schützenfest feiern kann.“