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Schermbeck testet Spezialfallen gegen Eichenprozessionsspinner

Gefährliche Raupen : Schermbeck testet Spezialfallen gegen Eichenprozessionsspinner

Spezielle Fallen, die an den Stämmen von Eichen befestigt werden, sollen helfen, die Raupen des Eichenprozessionsspinners zu vernichten.

Im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner (EPS) setzt die Gemeinde Schermbeck ab sofort auf den Einsatz von speziellen EPS-Fallen. Und zwar an einem Ort in Schermbeck und auch in Gahlen. Bei diesem Verfahren, so teilt die Verwaltung mit, werden eng anliegende Ringe um die Eichenstämme gelegt. Bei der „Prozession“ der EPS-Raupen fallen diese, durch einen speziellen Stoff angelockt, in einen am Ring befestigten Köderbeutel. Durch die Sonnewärme verenden die Raupen. Der Beutel kann anschließend in den Restmüll gegeben werden. Der Erfolg dieser alternativen Bekämpfungsmethode bleibe abzuwarten und werde von der Gemeinde Schermbeck evaluiert, heißt es.

Seit Mittwoch gibt es übrigens im Internet unter www.schermbeck.de eine neue Themenseite zum Eichenprozessionsspinner, auf der von Bürgern häufig gestellte Fragen beantwortet werden.

Die Raupe des EPS ist deshalb so gefährlich, weil sich auf dem hinteren Rückenwulst des Tieres bis zu 600.000 Brennhaare befinden. Die sind für den Menschen nicht sichtbar. Bei Gefahr, so haben Wissenschaftler festgestellt, stoßen die Raupen diese Brennhaare, die an Glasröhrchen erinnern, ab. Beim Auftreffen auf die Haut entstehen Quaddeln, Rötungen, Juckreiz.