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Schermbeck: So sieht das neue Logo der Gemeinde aus

Offiziell vorgestellt : Das ist das neue Gemeindelogo von Schermbeck

In einem Ideenwettbewerb hat Schermbeck ein neues Gemeindelogo gesucht. Gewonnen hat der Entwurf von Simone Köllmann. Was das Logo aussagen soll, wer es nutzen darf und welche Vorschläge es nicht geschafft haben.

Vier nebeneinanderliegende und unterschiedlich gefärbte quadratische Felder mit abgerundeten Ecken werben im Verein mit der Unterschrift „SCHERMBECK Schön hier!” künftig für das niederrheinisch-westfälische Grenzstädtchen Schermbeck. Bürgermeister Mike Rexforth, die gemeindliche Wirtschaftsförderin Sabrina Greiwe und die aus Spanien zugeschaltete Logo-Gestalterin Simone Köllmann stellten in dieser Woche das Logo und seine künftige Verwendung vor.

Ohne Gegenstimmen und bei einer Enthaltung Stefan Dürrbaums (BfB) wurde der Entwurf von den Mitgliedern des Bau-, Liegenschafts-, Wirtschafts- und Tourismusförderungsausschusses als Motiv für das neue Logo der Gemeinde Schermbeck ausgewählt. 1000 Euro erhielt Simone Köllmann als Siegerin des Ideenwettbewerbs.

„Schermbeck braucht mal ein gutes Logo”, war Simone Köllmanns Hauptgrund für die Teilnahme am Schermbecker Logo-Wettbewerb. Als Schermbeckerin mit dem erforderlichen beruflichen Know-how hat sie es verstanden, die vielfältigen Besonderheiten ihres Heimatortes in ihren Logo-Entwurf einzubringen. Die vier Quadrate des besten Logo-Entwurfs weisen auf besondere natur- und kulturräumliche Merkmale der Gemeinde Schermbeck hin. Das blaue Quadrat, auf dessen linker Seite ein Mühlrad abgebildet ist, verweist auf die Lippe, auf Seen und auf fünf ehemalige Wassermühlen in Schermbeck, Gahlen und Bricht. Eine Kopfweide, die vor einem grünen Hintergrund ein Fahrrad überragt, erinnert an den Waldreichtum der Gemeinde und an die vielen Freizeitmöglichkeiten. Das Bild der ehemaligen reformierten Kirche nahe der Burg möchte den Betrachter des roten Quadrates darauf hinweisen, dass Schermbeck seinen Bewohnern und Besuchern regelmäßig kulturelle Veranstaltungen anbietet. Das Dunkelgrün des vierten Quadrates steht für das Grün der meisten Schützenvereine. Da nicht alle acht Schermbecker Schützenvereine oder -gilden ins Quadrat passten, stehen die beiden Wappen der Kiliangilden stellvertretend für das vielhundertjährige Schützenbrauchtum des Ortes.

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„Dieses Logo der Gemeinde Schermbeck steht grundsätzlich Verbänden, Vereinen, Unternehmen und Privatpersonen im touristischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich zur Verfügung”, lädt Bürgermeister Rexforth die Bevölkerung ein, das Logo zu nutzen, um auf diese Weise Schermbeck als eine Marke nach außen zu transportieren.

Wer das Logo nutzen will, muss mit der Stabsstelle Wirtschaftsförderung in der Gemeindeverwaltung eine Nutzungsvereinbarung treffen, welche die zeitliche, räumliche und inhaltliche Nutzung festlegt. Es wird keine Nutzungsgebühr erhoben. Jegliche kommerzielle Verwendung bedarf einer gesonderten Vereinbarung. Der Nutzer des Logos verpflichtet sich, das Logo nur für touristische – oder Marketingzwecke zu verwenden. Das Logo darf außerdem nur nach den im Corporate-Design-Leitfaden festgelegten Auswahlkriterien genutzt werden. Diesen stellt die Gemeinde mit der unterzeichneten Nutzungsvereinbarung und den Vorlagen in digitaler Form zur Verfügung. Die Einhaltung wird durch die Stabsstelle Wirtschaftsförderung kontrolliert. Dazu muss der Vertragspartner jeweils ein Belegexemplar beziehungsweise einen Screenshot (bei Online-Nutzung) zur Verfügung stellen.

„Die Verwendung des Logos darf den Ruf und das Ansehen der Gemeinde Schermbeck in keinster Weise schaden”, verweist Sabrina Greiwe auf eine weitere Vorgabe der Vereinbarung. Ein solches Verhalten habe die sofortige Beendigung der Vereinbarung zur Folge. Zusätzliche Fragen zur Vereinbarung werden von Sabrina Greiwe beantwortet, und zwar telefonisch unter der Rufnummer 02853 910200 oder per Mail unter sabrina.greiwe@schermbeck.de.

In der Ratssitzung am 30. Juni möchte der Bürgermeister einen nächsten touristischen Schritt einleiten. Sofern die Ratsmehrheit zustimmt, will sich die Gemeinde Schermbeck bemühen, ein touristisches Gütesiegel zu erlangen, das Schermbeck als Erholungsort ausweist. Dazu muss die Gemeinde eine Reihe von Qualitätsmerkmalen erfüllen, bevor die Bezirksregierung Düsseldorf ihre Zustimmung geben kann.