Bestener Bauernmarkt Ein Ausflug aufs Land, der sich lohnte

Schermbeck · Der zehnte Bestener Bauernmarkt war am Sonntag sehr gut besucht. Dass er so erfolgreich war, ist auch den vielen Vereinen und Engagierten zu verdanken, die am Marktgeschehen auf dem Sonnenhof teilhatten.

Die Weseler Familie Quindeau stellte auf dem Gelände des Bestener Bauernmarktes Alpakas aus der eigenen Zucht vor.

Die Weseler Familie Quindeau stellte auf dem Gelände des Bestener Bauernmarktes Alpakas aus der eigenen Zucht vor.

Foto: Scheffler

Nach der großartigen Resonanz auf die ersten neun Bauernmärkte veranstaltete der Bestener Sonnenhof am Sonntag zum zehnten Male einen Bauernmarkt auf dem betriebszugehörigen Gelände.

    Besonders groß war der Andrang am Brackenberg am Nachmittag, als zahlreiche Ausflügler kurz entschlossen den Hinweisschildern auf der Kirchhellener Straße folgten. Für Essen und Trinken sorgte der Sonnenhof mit selbst gebackenem Kuchen, Waffeln, Panhas, Erbsensuppe und Reibekuchen. Außerdem bot die Familie Scholten einen Erdbeer-Secco an. Ein zusätzlicher Bierstand erwartete die Gäste. Am Stand der „Interessengemeinschaft Wurst“, wurden Grillspezialitäten angeboten.

    Die heimischen Unternehmer hatten unter dem Motto „Klein, aber fein – Klasse statt Masse“ eine ganze Menge attraktiver Marktobjekte vorzuweisen. Dabei passte alles zum ländlichen Charakter in einem bäuerlich geprägten Umfeld. Selbstgemachtes stand im Vordergrund.

   An etwa 60 Ständen boten Unternehmer oder Privatleute regionale Produkte an. Dazu gehörten der Obst- und Gemüsestand Mosters aus Büderich und eine Manufaktur aus Coesfeld ebenso wie die Dorstener Obstbrennerei Böckenhoff und die „Outside BBQ“ aus Voerde mit Burgern und Flammlachs. Ein Stückchen weiter wurde Fisch zum Verzehr und zum Verkauf angeboten. An einem Stand des Sonnenhofes wurden frische Landeier, Kartoffeln und Marmelade verkauft.

    Von der kleinen Azalee und dem Zwergrhododendron über bunte Heide bis hin zum kleinkronigen Hausbaum reichte das Angebot am Stand der Baumschule Großblotekamp. Das Bestener Pflanzen-Center Grebe bot Saisonpflanzen wie Heiden, Chrysanthemen, Hornveilchen und Stiefmütterchen an. Floristik-Fachkräfte übernahmen die fachliche Beratung. Wer sich für ein E-Bike oder für extraleichte Woom-Kinderräder interessierte, konnte den Stand der Dorstener Firma Radsport Bomm aufsuchen. Das Tierheim Dorsten verkaufte erstmals beim Bauernmarkt Handarbeiten.

    An einigen Ständen bewiesen die Betreiber künstlerisches oder kunsthandwerkliches Geschick. Die Jugendlichen des Reitervereins Lippe-Bruch Gahlen boten gebastelte Hufeisen und Herzen als Glücksbringer an. Auf dem Mini-Springparcour des Reitervereins sollten Läufer möglichst schnell beim Hobby-Horsing ein paar Hindernisse überwinden. Angela Loos von der „Ruhrpottery“  bot Schilder, Sprüche und Mobiles aus Keramik an. Bestickte Handtücher und Banderolen konnten die Besucher am Stand der Hervest-Dorstenerin Birgit Schubert erwerben. Die Gelsenkirchener Porzellanmalerin Annegret Mitschker versah Teller, Tassen und Schalen mit einem individuellen Dekor. Andrea Determann aus Dorsten zeigte eine Auswahl ihrer Bastelarbeiten aus Holz, Glas oder Epoxiden. Zu den genähten Kleinigkeiten des Schermbecker Betriebes „CreatYvo“ gehörten Körnerkissen und Wärmekissen.

    Die Familie des Gahlener Imkers Egon Unterberg verkaufte eigenen Honig. Ein Stückchen weiter war die Dorstener Imkerei Möllers vertreten. Am Stand einer Östricher Tierphysiotherapeutin fanden interessante Gespräche über die Behandlung von Tieren statt. Die Weseler Hobbyschneiderin Beate Blume war zum ersten Mal beim Bestener Bauernmarkt vertreten.

   Auch an die Kinder hatten die Organisatoren gedacht. Ein Spielplatz mit Rutsche, Wippe und riesiger Sandlandschaft gefiel den jüngsten Bauernmarkt-Besuchern sehr. Auf einer Hüpfburg der Volksbank konnten die Kinder nach Herzenslust herumtoben. Schafe konnten gestreichelt werden. Die Weseler Familie Quindeau war mit vier ihrer 29 „Alpakas vom Möwenweg“ erstmals in Besten. Die geduldigen Tiere ließen sich von den Kindern gerne streicheln. Die Kinder konnten einen Alpaka-Führerschein erwerben.

   Ein Gang durch das Mais-Labyrinth bereitete Kindern und Erwachsenen in gleicher Weise viel Vergnügen. Es war gar nicht so einfach, die Strecke bis zum Ausgang möglichst schnell zurückzulegen, zumal unterwegs auch noch fünf Zahlen entdeckt werden mussten.

    Mit dem Bauernmarkt beendete der Sonnenhof seine Saison. Die Familie Scholten freut sich, nach der Winterpause ab dem 1. Mai 2024 wieder für ihre Kunden da zu sein.