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Schermbeck: Politik fordert Erklärung von Edeka

Schermbeck : Antrag: Edeka soll im Rat berichten

Der Streit um einen Edeka-Neubau sorgt in Schermbeck weiter für Wirbel. Jetzt gibt es die politische Forderung, Edeka im Ausschuss oder Rat berichten zu lassen.

Die Fraktion Bürger für Bürger (BfB) im Schermbecker Rat fordert, dass die Edeka-Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH in einer der nächsten Ausschuss- oder Ratssitzungen auftritt. Hintergrund ist der Streit um eine Edeka-Erweiterung an der Erler Straße. Edeka selbst soll nun erklären, wie sie sich zur aktuell veröffentlichten Bebauungsplanvariante positioniert. Die Verwaltung will eine Ansiedlung Edekas auf der Grünen Wiese verhindern, wie Bürgermeister Mike Rexforth zuletzt erklärte. Stattdessen solle Edeka sich an der Erler Straße erweitern. Aus Sicht von Edeka reicht dort aber die Fläche nicht.

Im Rat erklärte Bürgermeister Mike Rexforth, weiter mit Edeka verhandeln zu wollen. Die Firma müsse aber möglichst schnell auf die Gemeinde zukommen, damit die erforderlichen Planungsschritte eingeleitet werden könnten. Rexforth teilte mit, dass parallel zu den Gesprächen mit Edeka auch mit anderen Anbietern gesprochen werde, um Konzepte für den Bereich um Edeka kennenzulernen. Nach den Sommerferien soll das Thema außerdem im Planungs- und Umweltausschuss behandelt werden. Es gehe darum, eine planerische Zielsetzung zu erarbeiten. Hauptproblem sei aber, dass die Gemeinde nicht über die Flächen in dem Planungsbereich verfügen könne. „Weder die jetzt vorliegende Bebauungsplan-Variante noch andere Detailinformationen zu Edeka wurden den Teilnehmern seitens der Verwaltung in diesem Zeitraum mitgeteilt“, sagt BfB-Chef Klaus Roth. Seine Fraktion vertrete auch weiterhin die Auffassung, dass sich eine Erweiterung oder der Neubau eines Verbrauchermarktes in Kombination mit Seniorenwohnungen zu bezahlbaren Mieten wesentlich früher hätten möglicherweise realisieren lassen. Die jetzt von Edeka veröffentlichte Bebauungsplan-Variante sei, wenn alle Beteiligten wie Verwaltung, Kirche und Grundstückseigentümer an einem Strang ziehen, ein praktikabler Weg.

(hs)