Schermbeck: Planer schlagen Grundschul-Neubau an Weseler Straße vor

Machbarkeitsstudie für Schermbeck : Planer für neue Schule an Weseler Straße

Ein Wuppertaler Planungsbüro hat eine Machbarkeitsstudie für die Ermittlung eines geeigneten Standortes des neuen Grundschulverbundes in Schermbeck erstellt. Ein Grundstück an der Weseler Straße wird favorisiert.

Mit einer Machbarkeitsstudie für die Ermittlung eines geeigneten Standortes des neuen Grundschulverbundes befasst sich der Kultur-, Schul-, Sport- und Sozialausschuss in seiner nächsten öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 18. September. Die Studie wurde im Auftrag der Gemeinde Schermbeck vom Wuppertaler Planungsbüro Rathke Architekten BDA erstellt.

Das Planungsbüro empfiehlt für den Fall eines Neubaus einen Standort an der Weseler Straße (Variante 4, siehe Infokasten). In der Begründung heißt es: „Durch Veräußerung der Bestandsstandorte können wichtige finanzielle Mittel generiert werden. Die Realisierung ist ungestört möglich. Bis zur Fertigstellung kann der Schulbetrieb an den bestehenden Standorten beibehalten werden. Die verfügbare Grundstücksfläche ermöglicht die Realisierung aller Anforderungen. Die Nähe zum Hallenbad ist ein weiterer entscheidender Standortvorteil.“

Anlass für die Erstellung der Machbarkeitsstudie war die Zusammenlegung der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) und der Maximilian-Kolbe-Schule (MKS). Seit dem 1. August gibt es statt der beiden Grundschulen nur noch einen Grundschulverbund, der aus dem Hauptstandort an der Weseler Straße (ehemalige GGS) und einen Teilstandort an der Schienebergstege (ehemalige MKS) besteht. Beide Standorte werden von Jessica Steigerwald geleitet. Parallel zur Zusammenlegung der Grundschule entstand schon zeitig die Frage, ob die beiden Standorte künftig bestehen bleiben sollen.

Für eine Entscheidung bedurfte es keiner Machbarkeitsstudie, weil bereits frühzeitig die Lehrerkonferenzen beider Grundschulen beschlossen, „dass die Wahl eines Standortes für die neue Grundschule sinnvoll und unabdingbar ist“. In der Machbarkeitsstudie ging es deshalb darum, Entscheidungsgrundlagen für die politischen Gremien zu schaffen für einen geeigneten gemeinsamen Standort für die derzeit noch räumlich getrennten Einzelstandorte. Die Studie hat die Umsetzbarkeit einer gemeinsamen Grundschule an alternativen Standorten untersucht. Dabei wurden vier Varianten untersucht. Zwei Varianten befassen sich mit der Beibehaltung und Sanierung einer der beiden bisherigen Grundschulen. Zwei weitere Varianten untersuchten Neubauten an zwei verschiedenen Stellen.

Für die einzelnen Varianten hat das Planungsbüro das städtebauliche Umfeld und den baulichen Bestand mit dem anstehenden Sanierungsbedarf ebenso untersucht wie die verkehrliche Anbindung und das Entwicklungspotenzial. Außerdem wurden die Kosten ermittelt, auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die eventuell aufgegebenen Standorte künftig als Wohngebiete genutzt werden könnten.

Unabhängig von der Frage des Standortes haben die Planer die Anbindung eines kommunalen Bildungszentrums (KBZ) an die Grundschule untersucht. Es würde ein zentraler Lern- und Lebensort geschaffen, der neben der optimalen Beschulung auch für weitere Teile der Bevölkerung nutzbar wäre. Während reine Schulbauten – ob Sanierung oder Neubauten – durch das Land NRW nicht gefördert werden, besteht für die Konzeption eines kommunalen Bildungszentrums (KBZ) angesichts seines Mehrwertes für die Gemeinde die Möglichkeit, Fördergelder zu bekommen. Inzwischen haben Gespräche der Gemeinde mit der Bezirksregierung stattgefunden. Ob eine Anbindung eines KBZ gewünscht ist, wird sich in der Ausschusssitzung herausstellen.

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