Schermbeck: Ökologischer Zustand der Lippe soll besser werden

Schermbeck: Ökologischer Zustand der Lippe soll besser werden

Mit den Planungen zur Lippe-Umgestaltung im Bereich der Gemeinde Schermbeck befasst sich der Planungs- und Umweltausschuss in seiner nächsten öffentlichen Sitzung, die am Donnerstag, 27. September, um 16 Uhr im Rathaus beginnt.

Die Maßnahmen des Lippeverbandes basieren auf der EU-Wasserrahmenrichtlinie, welche für oberirdische Gewässer die Herstellung eines guten ökologischen Zustandes beziehungsweise eines guten Potenzials festschreibt. Dieses Ziel soll auch an zwei Abschnitten der Lippe im Bereich des Ortsteils Bricht erreicht werden.

Der erste Abschnitt liegt östlich der Maassenstraße und westlich der Straße „Alte Fährstraße“. Auf Luftbildern erkennt man deutlich den ehemaligen Lippebogen, der bei Hochwasser auch heute noch überflutet wird. Etwa in der Mitte dieses ehemaligen Lippebogens soll ein Auewald entwickelt werden. Dazu soll eine rund 1,43 Hektar große Fläche um 1,50 Meter vertieft werden. Außerdem soll ein acht bis 15 Meter breiter Durchstich zur Lippe angelegt werden. „Ferner wird eine Nachbearbeitung der in 2016 vorgezogenen durchgeführten, einfachen Uferentfesselung an der Maassenstraße angestrebt“, berichtet Andreas Eißing vom Technischen Bauamt der Gemeinde Schermbeck. Die Reste der Steinschüttungen sollen entfernt und zusätzlich Ausbuchtungen geschaffen werden. „Die sich an den Ufern entwickelnden Tief- und Flachwasserzonen sollen fließgewässer- und auentypische Habitatsstrukturen aufweisen“, so Eißing. „Die anschließende Bepflanzung auf einer Gesamtfläche von 4,5 Hektar als Hartholz- und Weichholzauenwald soll Ende 2019 als Ersatzaufforstung durch eine Privatfirma erfolgen“, teilt der Lippeverband mit.

Eine größere Maßnahme ist im Bereich der Mündung des Schermbecker Mühlenbaches etwa 400 Meter westlich der Lippebrücke an der Maassenstraße vorgesehen. Dort soll eine naturnahe Anbindung an die Lippe mit einem auentypischen Mündungstrichter geschaffen werden. Die Anbindung soll der eigendynamischen Entwicklung des Tieflandbaches im Mündungsbereich dienen. „Ziel“, so Eißing, „ist die Förderung gewässertypischer Lebensgemeinschaften sowie der Verbesserung der Arten und Strukturvielfalt.“

Als Baubeginn für beide Maßnahmen ist das dritte Quartal 2019 vorgesehen.

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