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Schermbeck: Ministerium will Verbleib illegal entsorgter Ölpellets erneut prüfen

Tongrube bei Schermbeck : Ministerium will Verbleib illegal entsorgter Ölpellets erneut prüfen

Das NRW-Umweltministerium will den Verbleib von illegal entsorgten Raffinerierückständen in einer Tongrube in Schermbeck erneut prüfen lassen.

Um sicherzustellen, dass keinerlei Gefahr für Mensch und Umwelt bestehe, werde ein zusätzliches Gutachten in Auftrag gegeben, sagte Ministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) laut Mitteilung vom Mittwoch auf einer Informationsveranstaltung in Schermbeck. Zuvor hatte der WDR berichtet.

In der vergangenen Woche hatte das Ministerium auf Basis bisheriger Gutachten erklärt, dass die giftigen Pellets bei entsprechender Sicherung in der Tongrube der  Deponie Mühlenberg bleiben könnten. Unter anderem soll dafür die Oberfläche der Grube abgedichtet werden, um das Sickerwasser zu verringern. Das dennoch anfallende Wasser werde nach Ministeriumsangaben gesammelt, in eine Kläranlage gebracht und regelmäßig überprüft. Auch diese Maßnahmen werden nun erneut begutachtet.

Durch die Vermischung mit anderen Abfällen sei eine gezielte Entnahme der Pellets nicht möglich, hieß es in der vergangenen Woche vom Ministerium. Von 2010 und 2013 wurden demnach in der Tongrube illegal rund 30 000 Tonnen Ölpellets, ein Gemisch aus Ruß und Schweröl, entsorgt. Die Pellets enthalten große Mengen der Schwermetalle Nickel und Vanadium.

(top/dpa)