Musik in Schermbeck Diese Konzerte sind in der St. Georgskirche geplant

Schermbeck · Schon in die 24. Saison geht die Konzertreihe in Schermbeck mittlerweile. Wolfgang Bornebusch übernahm die Programmzusammenstellung. Konzerte von international bekannten Künstlern werden erwartet.

 Das fünfköpfige „Calmus Ensemble Leipzig“ gastiert am 12. November ab 17 Uhr in der Schermbecker Georgskirche.

Das fünfköpfige „Calmus Ensemble Leipzig“ gastiert am 12. November ab 17 Uhr in der Schermbecker Georgskirche.

Foto: Anne Hornemann

Die Reihe Konzerte in der St. Georgskirche zu Schermbeck, die im Jahre 2000 im Zusammenhang mit der neuen Führer-Orgel begann, hat sich dank der Unterstützung seitens mehrerer Sponsoren zu einem auch über die Grenzen Schermbecks hinaus wahrgenommenen kulturellen Ereignis entwickelt, zu dem die Evangelische Kirchengemeinde auch im Jahre 2023 wieder ganz herzlich einlädt. Die Programmzusammenstellung für die 24. Saison übernahm auch diesmal wieder Pfarrer i. R. Wolfgang Bornebusch.

Eine fünfteilige Konzertreihe ist geplant, die am Sonntag (29. Januar) um 17 Uhr mit dem Konzert Winterhauch für zwei Flamenco-Gitarren in der Georgskirche beginnt. Alexander Kilian und Jan Pascal, die unter dem Bandnamen Café del Mundo auftreten, gestalten das Konzert. 2007 lernten sie sich bei einem Workshop kennen. Es folgten Auszeichnungen und eine intensive und inspirierte Zusammenarbeit. Internationale Konzerteinladungen zieren den Weg der beiden Gitarristen. Der Bandname leitet sich aus einer Konzertbesprechung ab, in der ein Kritiker schreibt, er fühle sich in das legendäre Café Cantate versetzt. Daraus wurde der Bandname Café del Mundo.

Unter dem Motto Christus, der uns selig macht steht das Vokalkonzert zur Passionszeit, das am Sonntag, 19. März, um 17 Uhr in der Schermbecker Ludgeruskirche beginnt. Das fünfköpfige Ensemble Opella nova, zu dem Bettina Auf‘mkolk (Sopran), Susanne Riediger (Mezzosopran), Beate Jordan (Alt), Adrian Kroneberger (Tenor) und Thomas Stenzel (Bass) gehören, ist im Ruhrgebiet zu Hause. Die Sängerinnen und Sänger des Ensembles erhielten ihre musikalischen und sängerischen Ausbildungen an der Folkwang-Universität der Künste in Essen, am Institut für Musik und Musikwissenschaft der Universität Dortmund und an der Kirchenmusik-Hochschule Herford. Das Ensemble konzertierte bereits in zahlreichen Städten Nordrhein-Westfalens und darüber hinaus. Die Presse würdigt regelmäßig den homogenen Ensembleklang, den ausdrucksstarken Gesang und die Dramaturgie der Programme. Opella Nova nannte der Komponist Johann Hermann Schein um 1618 eines seiner geistlichen Hauptwerke. Durch seine Namenswahl gibt das Quintett einen Hinweis auf den Schwerpunkt seines musikalischen Schaffens: die Musik des Frühbarocks und der Renaissance.

Das Konzert Halleluja, Preiset Gott befasst sich am Sonntag, 7. Mai, um 17 Uhr in der Georgskirche mit Psalmvertonungen. Auf dem Programm stehen Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Leonard Bernstein und Anna Rubin. Ausführende sind der Kammerchor Westfalen, Charlotte Schäfer (Sopran), Iris Stieber (Harfe), Tobias Liebezeit (Schlagzeug), Felicia Meyerratken (Orgel) und Aaron Malinsky (Shofar). Der Kammerchor Westfalen ist ein unabhängiger gemischter Chor musikerfahrener Laien. Seine Sängerinnen und Sänger kommen vorwiegend aus Bocholt und dem umliegenden Münsterland, aus dem Ruhrgebiet und dem Rheinland. Der Chor wurde im Herbst 1997 unter dem Namen Projektkammerchor gegründet und wird seit 2012 von Lucius Rühl geleitet.

Ein Lesekonzert zum Leben und Werk von Nicolò Paganini erwartet die Besucher am 17. September um 17 Uhr in der Georgskirche. Die Schauspielerin Dorothea Baltzer übernimmt als Sprecherin die Berichte über Paganini. Sie erhielt ihre Ausbildung am Theater tri-bühne in Stuttgart. In der Georgskirche sorgt der Violinist Ingolf Turban für die musikalische Gestaltung. Er wurde bereits mit 21 Jahren Erster Konzertmeister der Münchener Philharmoniker. 1988 verließ er das Orchester und begann eine erfolgreiche Solistenkarriere. 1995 erhielt er eine Professur an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Seit 2006 ist er Professor an der Hochschule für Musik und Theater München.

Mit dem Kosmos der Liebe befasst sich das Konzert am Sonntag, 12. November, ab 17 Uhr in der Georgskirche. In diesem Jahr sorgt das Quintett, zu dem Elisabeth Mücksch (Sopran), Maria Kalmbach (Alt), Friedrich Bracks (Tenor), Jonathan Saretz (Bariton) und Michael B. Gernert (Bass) für die musikalische Gestaltung des Benefizkonzertes, das zu Gunsten der Diakoniestiftung veranstaltet wird. Die Repertoirespanne des Ensembles ist sehr weit gespannt: Geprägt von der Tradition der Leipziger Meister sind die Sänger in der Vokalmusik der Renaissance, des Barock und der Romantik zu Hause, aber auch Musik der Gegenwart ist ihnen ein großes Anliegen. 

Zu allen Konzerten ist der Eintritt frei. Am Ausgang wird jedoch um eine Kollekte gebeten. Diese Kollekten decken in der Regel nicht einmal die Hälfte der Kosten ab, die ein Konzert mit sich bringt, so die Veranstalter. Wer an die Termine der Konzerte zeitnah erinnert oder als Auswärtiger über die Konzerte regelmäßig informiert werden möchte, kann dem Büro der Evangelischen Kirchengemeinde (Tel. 02853 3114) oder über die Homepage (www.kirche-schermbeck.de) seine Internetadresse zukommen lassen.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort