1. NRW
  2. Städte
  3. Wesel

Schermbeck: Kiliangilde Altschermbeck plant Schützenfest für 2022

So weit sind die Planungen : Kiliangilde Altschermbeck plant Schützenfest für 2022

Die Corona-Pandemie bremste die Schützen aus Altschermbeck mächtig aus. Für das kommende Jahr gehen sie jedoch fest davon aus, dass ein Fest mit Umzug, Kirmes und Zelt möglich ist. Am Sonntag fand die Generalversammlung statt.

Die Enttäuschung war groß. „In diesem Jahr war vieles anders!“, stellte der Präsident Gregor Zens fest, als er am Sonntagmorgen im Beisein des Königs Bernd Becker und der beiden Ehrenherren Berthold Bienbeck und Werner Besten 45 Mitglieder der Kiliangilde Altschermbeck zur Generalversammlung in der Gaststätte Nappenfeld’s begrüßte und Rückschau auf das Vereinsjahr 2020/21 hielt. Das Jahr war überschattet vom Tod Ralf Sühlings, der in der Saison 2016/17 im Königreich Altschermbeck regierte, und vom Tod mehrerer Schützen.

Das vom zweiten Schriftführer Thorsten Buchholz erstellte Protokoll der Jahresaktivitäten verlas der erste Schriftführer Stefan Linden. Es war ein Jahr, in dem sich wenig ereignete, weil sich die Vereinsplanungen an den Vorgaben der Politik – und somit den Corona-Vorgaben – orientieren mussten. Es wurde permanent auf Sicht gesteuert. Zufrieden zeigten sich die Kilianer über die Bereitschaft ihres Königspaares Bernd Becker und Ulla Bienbeck, mit ihren Ehrenpaaren Werner Besten/Petra Becker und Berthold Bienbeck/Petra Besten zwei weitere Regentschaftsjahre zu starten. Die beiden Feldmessen in den Jahren 2020 und 2021 waren gut besucht. Anstelle der traditionellen Schützenfeste wurde den Schützen im Jahre 2020 eine Rundfahrt des Throns zu den Untertanen des Königreiches Altschermbeck geboten und im Jahre 2021 nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal ein Frühschoppen bei Nappenfeld’s.

  • Martina Martens überreicht dem scheidenden Vorsitzenden
    Förderverein unterstützt die Schermbecker Feuerwehr : Eine große Hilfe für die Lebensretter
  • Die Königspaare aus Dormagen auf der
    Im Oktober in Dormagen : Zufriedene Schützen bei der „Zonser Spätkirmes“
  • Rund 200 Schützen zogen am Sonntag
    Tradition in Niederkrüchten : Schützenzug auch ohne Fest

Ein herzliches Dankeschön widmete Gregor Zens den Antrommlern. „Es war schon sensationell, wie viel Freude die Antrommler in den vielen Gärten beim Fahnehissen gebracht haben“, erinnerte Zens an die Besuche der Antrommler bei den Schützen.

„Vorstand und Offiziere gehen ganz fest davon aus, im kommenden Jahr endlich mal wieder ein richtiges Schützenfest mit Vorfeier, Umzügen, vollem Zelt, Kirmes und so weiter feiern zu können und das drei Tage lang“, schaute Gregor Zens zuversichtlich in die Zukunft. „Wir sind bereits jetzt im Gespräch mit unserem Festwirt und den Schaustellern“, berichtete Gregor Zens. Er ging davon aus, dass spätestens bei der nächsten Generalversammlung im Frühjahr 2022 ausführlich über die Detailplanungen berichtet werden kann.

Finanzielle Probleme hat die Gilde nicht, wie der Kassierer Herbert Dahlhaus feststellte. Dazu trugen vor allem die 670 Kilianer bei, die der Gilde treu geblieben sind und sich in die Schützenlisten eintragen ließen. Außerdem konnten 25 große Fahnen verkauft werden. Insgesamt entstand ein Jahresüberschuss in Höhe von 2531 Euro, um den die finanziellen Rücklagen erhöht werden konnten. Zu Kassenprüfern wurden Peter Hamm und Eckhard Grunewald gewählt.

Das Vorstandsmitglied Andreas Pieniak hat schon vor einiger Zeit mitgeteilt, dass er aus privaten und beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellen möchte. Die Überredungskünste vom Präsidenten und Vizepräsidenten führten nicht zum Erfolg. Gregor Zens dankte Pieniak für seine mehr als 16-jährige Tätigkeit als Vorstandsmitglied.

Über ein Großbau-Projekt der Gilde berichtete Gregor Zens der Versammlung. Vom Landesbetrieb Straßen.NRW und von der Gemeinde Schermbeck erhielten die Altschermbecker Kilianer die Erlaubnis, den Kreisverkehr an der Freudenbergstraße zu einem Aushängeschild für Altschermbeck werden zu lassen. Ein Großteil der Arbeiten ist schon erledigt worden. Dazu gehörte unter anderem auch die Verlegung von Strom- und Wasserleitungen vom Ludgerus-Kindergarten zum Kreisverkehr, um eine abendliche Illumination ermöglichen zu können und die Pflanzen vor Trockenheitsschäden bewahren zu können. „In den nächsten Tagen und Wochen werden wir mit der Bepflanzung beginnen“, kündigte Gregor Zens an.