Schermbeck: In Digitalisierung der Gesamtschule wird kräftig investiert

570.000 Euro sollen investiert werden in Schermbeck : Digitaloffensive für die Gesamtschule

Die umfassende Digitalisierung ist ein Jubiläumsgeschenk: 570.000 Euro sollen in die Schermbecker Gesamtschule investiert werden – vorausgesetzt, der zuständige Ausschuss stimmt nächste Woche zu.

Zu Beginn des vierten Jahrzehnts ihrer Geschichte steht der Schermbecker Gesamtschule ein ganz großes Geschenk ins Haus: Falls der Bau- und Liegenschaftsausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 12. September, zustimmt, beginnen schon bald die Vorarbeiten für eine umfassende zeitgemäße Digitalisierung.

Am 19. Dezember 2018 hatte der Gemeinderat beschlossen, im Haushalt für das Jahr 2019 Mittel in Höhe von 40.000 Euro einzustellen für die Planung der Digitalisierung der Schule. Aus diesen Mitteln konnte die Gemeindeverwaltung ein Planungsbüro beauftragen, eine Vorplanung und eine Kostenschätzung zu erstellen. „Grundlage für die Planung waren mehrere Begehungen mit dem Gebäudemanagement, der IT-Abteilung und dem Ingenieurbüro sowie verschiedene ausgehändigte Gebäudepläne“, berichtet Klaus Neumann als Mitarbeiter des Gebäudemanagements.

Vorgabe für die Kostenermittlung waren sechs Ports (Datenanschlusspunkte) in jedem Klassenraum. Besondere Räume wie das Lehrerzimmer und die Verwaltung werden in Absprache mit der Schulleitung ausgestattet. Außerdem muss ein zusätzliches Stromnetz errichtet werden, da das vorhandene Stromnetz durch zusätzliche Endgeräte zu stark überlastet wäre.

Um die insgesamt 638 Ports erstellen zu können, müssen 32 Kilometer Netzwerkkabel verlegt, etwa 890 Gerätedosen gesetzt und zirka 1800 Meter Leitungs- und Brüstungskanäle montiert werden. Beim Aufbau der Elektroversorgung müssen etwa 3500 Meter Kabel verlegt und 530 Steckdosen gesetzt werden. Für die Leitungsführung sind 300 Kernbohrungen in Decken und Wände und zirka 500 Brandschutzabschottungen zu erstellen.

Als Baukosten wurden etwa 226.000 Euro für den IT- und rund 269.000 Euro für den Elektrobereich ermittelt. Hinzu kommen Nebenkosten in Höhe von 75.000 Euro, so dass sich Gesamtkosten in Höhe von rund 570.000 Euro ergeben.

Die Gemeindeverwaltung geht von einem etwa einjährigen Zeitraum aus, wobei die reine Bauzeit etwa neun Monate betragen wird. Die Baumaßnahme kann nicht ausschließlich in unterrichtsfreien Zeiten durchgeführt werden. Es wird versucht, schmutz- und lärmintensive Arbeiten in den Ferien und an Wochenenden durchzuführen. In den Geschossen sollen Verteilerschränke errichtet werden, über die die Räume abschnittsweise verkabelt werden. Jeder Abschnitt kann unabhängig von den anderen Abschnitten verkabelt werden, so dass die Arbeiten nur in Teilbereichen der einzelnen Schulgebäude stattfinden müssen.

Ein detaillierter Bauzeitenplan muss noch in Absprache mit der Schulleitung erstellt werden. Anfang Juni wurden der Schule bereits die einzelnen Planungs- und Ausführungspunkte vorgestellt. „Die Schulleitung sieht die Umsetzung und die vorgestellte Planung positiv“, freut sich Klaus Neumann über das positive Echo der Schule.

Große Probleme sieht die Schulleitung auch nicht dadurch, dass einzelne Klassen oder Teilbereiche von Gebäuden gesperrt werden müssen. Im Gegenzug hat die Verwaltung vor, die Schulleitung in alle Planungsschritte eng mit einzubinden. „Eine derartig komplexe Baumaßnahme“, so Neumann, „ist nur umsetzbar, wenn alle Beteiligten so eng wie möglich und konstruktiv zusammenarbeiten.“

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