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Schermbeck: In der Gemeinde hat sich neue Demenz-Selbsthilfegruppe gegründet

Selbsthilfegruppe in Schermbeck : Hilfe für Menschen mit Demenz

In Schermbeck wurde jetzt eine Selbsthilfegruppe gegründet. Das erste Treffen findet am 14. Februar statt. Jeder, der Angehörige hat, die an Demenz erkrankt sind, ist willkommen.

Seit Freitag gibt es in Schermbeck eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz. Mehr als 20 Interessenten nahmen im Haus Arche Noah, Georgstraße 36, an einer Informationsveranstaltung teil.

In einem einführenden Kurzreferat stellte Kirsten Bovenkerk als Fachberaterin der Gerontopsychiatrischen Beratungsstelle des St.-Vinzenz-Hospitals Dinslaken das Krankheitsbild vor.

Im Anschluss informierte die Gerontologin Pia Breulmann über den Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW, der 2003 gegründet wurde und die Interessen der regionalen Alzheimer Gesellschaften, der Angehörigen-Selbsthilfegrupen und -selbsthilfeinitiativen ebenso vertritt wie die der Betreuungsgruppen. Der Verband setzt sich auf politischer Ebene in Gremien und Fachgruppen für die Verbesserung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen ein. Der Landesverband ist bemüht, in allen Regionen Nordrhein-Westfalens ein Selbsthilfeangebot im Bereich Demenz zu schaffen.

Dazu trägt das Projekt SeDum – Selbsthilfe im Bereich Demenz unterstützend ermöglichen bei. Das Projekt wurde im April 2018 gestartet. „Menschen mit Demenz und ihren pflegenden Angehörigen soll der Weg in die wohnortnahe Selbsthilfe erleichtert werden“, beschrieb Pia Breulmann als zentrale Zielsetzung. Das Projekt SeDum unterstützt den Aufbau von Selbsthilfegruppen und den Aufbau eines Netzes an Ansprechpartnern für die Betroffenen.

Bei der Suche nach lokalen Unterstützern wurde der Landesverband bei der Schermbecker Tagespflege Haus Arche Noah fündig. Leiterin Zehra Olcayto-Lindner leitet die Selbsthilfegruppe, die vom St.-Vinzenz-Hospital Dinslaken und von der Landesinitiative Demenz-Service ebenso unterstützt wird wie von der Caritas, von der Paritätischen Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Wesel und von der Barmer.

Das erste Treffen der neuen Selbsthilfegruppe findet am Donnerstag, 14. Februar, ab 18 Uhr, an der Georgstraße 36 statt. Danach treffen sich die Teilnehmer immer am zweiten Donnerstag im Monat um 18 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos und es werden keinerlei Vereinsbeiträge kassiert.

Thema des ersten Treffens wird die Möglichkeit der Tagespflege sein. Was bei künftigen Treffen besprochen werden soll, wird sich im Verlauf des ersten Abends herausstellen. Es gibt eine Vielzahl von Sachthemen im Bereich der Demenz. Warum ist eine frühzeitige Diagnose wichtig? Kann man eine Demenz medizinisch behandeln? Wie geht man mit der Diagnose um? Wie geht das Leben weiter, wenn ein Angehöriger dement geworden ist?`Wie kann man den Alltag vereinfachen? Wie kann man im Haushalt für Sicherheit sorgen? Wie lässt sich die Freizeit aktiv gestalten? Antworten auf solche und ähnliche Fragen werden von Fachleuten gegeben.

In der Selbsthilfegruppe können sich Betroffene austauschen, denen die Herausforderungen der Erkrankung bekannt sind. Die Gruppenteilnehmer können über ihre Erfahrungen sprechen, sich gegenseitig Tipps geben. Die Treffen bieten Raum zum Zuhören, Trösten, Helfen und gemeinsamen Lachen. „Man muss nicht nur sein Leid beklagen; man kann auch fröhlich die Zeit miteinander verbringen“, beschrieb Pia Breulmann.