Schermbeck: Schermbeck hält an Hundesteuer für Jagdhunde fest

Schermbeck: Schermbeck hält an Hundesteuer für Jagdhunde fest

Für Jagdhunde müssen deren Halter weiterhin Hundesteuer zahlen. Diesen einstimmigen Beschluss fassten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses gestern. Einen Antrag auf Befreiung von der Hundesteuer für Jäger mit einem gültigen Jagdschein hatte Karl-Josef Göderz als Vorsitzender des Hegerings Schermbeck gestellt und dabei auf die besondere Bedeutung der Hunde im Rahmen der Jagdausübung verwiesen. In besonderer Weise verwies er auf die im Raum stehende Reduzierung der Wildschweine durch die afrikanische Schweinepest.

Da seien die Hunde besonders geeignet, die Wildschweine aufzustöbern. In ihren Äußerungen zur Ablegung der Steuerbefreiung verwiesen zwar die Fraktionssprecher und Bürgermeister Mike Rexforth auf den wertvollen Dienst der Jäger für die Natur, aber die 72 Euro pro Hund und Jahr seien für die Jägerschaft zumutbar. "Ich kenne keinen armen Jäger", fasste die Grünen-Fraktionssprecherin Ulrike Trick in knappen Worten zusammen, was zuvor schon in anderen Redebeiträgen durchgeklungen war.

"Man würde in der Öffentlichkeit wenig Verständnis für eine Steuerbefreiung zeigen", zeigte sich Rexforth überzeugt. Ein Blick in die sozialen Medien kann ihm Recht geben, denn dort gab es in den letzten Tagen deutliche Absagen.

(hs)