Schermbeck: Grünes Licht für eine neue Form der Gasgewinnung

Schermbeck: Grünes Licht für eine neue Form der Gasgewinnung

Die Firma Minigaspower GmbH hat bei der Bezirksregierung Arnsberg beantragt, im Feld Kichhellen-Gas Kohlenwasserstoffe und die bei ihrer Gewinnung anfallenden Gase fördern zu dürfen.

Der Planungs- und Umweltausschuss Schermbeck hat am Donnerstag nur wenige Bedenken erhoben gegen das Aufsuchen und Gewinnen von Kohlenwasserstoffen im Feld Kirchhellen-Gas, das im Norden bis zum Kamphaushof im Gahlener Bruch reicht. Die Firma Minigaspower GmbH hat bei der Bezirksregierung Arnsberg beantragt, dort Kohlenwasserstoffe und die bei ihrer Gewinnung anfallenden Gase fördern zu dürfen.

Die Ausschussmitglieder reagierten erleichtert, als die Verwaltung mitteilte, dass es sich nicht um das problematische Fracking handele. Egon Stuhldreier (CDU) hatte Bedenken ganz anderer Art: „Vielleicht hat die Förderung Auswirkungen auf die Tonschicht, in der sich auch der Mühlenberg der Firma Nottenkämper befindet.“ Stuhldreier befürchtet, dass die Ton-Schicht gestört werden könnte. Eine Karte aus der Vorlage zeigt nicht nur die Umrahmung des Feldes Kirchhellen-Gas, sondern einige tektonische Linien.

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Mehrere Verwerfungen durchziehen von Südosten nach Nordwesten das Gebiet. Eine davon, der KBV-Sprung, kommt von Kirchhellen, führt westlich am Bestener Bühnenberg vorbei, passiert das Gahlener Waldstück Krüshorst und quert dann laut Karte das Deponiegelände. Entlang dieses Sprunges liegt eine Bruchstelle im Gestein des Untergrundes vor. Wie weit die beiderseits des Sprunges liegenden Schichten gegeneinander verschoben sind, erläutert die besagte Karte nicht.

(hs)