Schermbeck: Gesamtschüler erstellen Schermbeck-Podcast

Schermbeck: Gesamtschüler erstellen Schermbeck-Podcast

Von den häufig zitierten Gefahrenpotenzialen, die von Smartphones in den Händen von Kindern und Jugendlichen ausgehen sollen, war in der Schermbecker Gesamtschule jetzt nichts zu bemerken. Ganz im Gegenteil: Jungen und Mädchen verschiedener Jahrgänge haben in den vergangenen Monaten wertvolle Beiträge zum Heimatraum Schermbeck erstellt und in einer Hör-Bibliothek zusammengefasst, zu der man über die Homepage www.wir-sind-Schermbeck.de gelangt.

Die Idee für die Erstellung eines Audio-Podcasts mit Schermbecker Inhalten trug Jana Magdanz als Vorstandsmitglied an den Gemeindemarketingverein „Wir sind Schermbeck“ heran. Ihr Vorstandskollege Friedhelm Koch setzte sich mit der Gesamtschule in Verbindung, wo er sogleich offene Ohren für das Projekt fand und sich der Didaktische Leiter Peter Grotendorst bereiterklärte, organisatorische Hilfestellung seitens der Schule zu geben.

Als es Dagmar Beckmann, der Geschäftsführerin des Naturparks Hohe Mark-Westmünsterland gelungen war, beim Landschaftsverband Rheinland die benötigten Finanzmittel zu bekommen, startete die Diplom-Journalistin Jana Magdanz ihre Arbeit mit den Gesamt­schülern. Sie hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten im Rahmen ihrer Arbeit im Kinderradio KiRa-Kanal wertvolle Erfahrungen für die Förderung der Kreativität von Kindern und Jugendlichen sammeln können.

Den ersten Teil des Audio-Podcasts erarbeitete Magdanz mit Fünft- und Sechstklässlern. 13 Mädchen und ein Junge trafen sich wöchentlich zwei Stunden. Viel Technik beim Umgang mit Smartphone, Computer und Schnittprogrammen stand an; Rechtsgrundlagen für das, was man wiedergeben darf, wurden erklärt. Auch die Art und Weise, wie man ein Interview führen sollte, mussten die Kinder erlernen, bevor insgesamt 16 Podcasts erstellt werden konnten.

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In Zweier- oder Dreiergruppen haben die Kinder ihre geplanten Interviews selbstständig vorbereitet, durchgeführt und schließlich für den Schermbeck-Podcast zusammengefasst. So entstanden ein Interview mit Bürgermeister Mike Rexforth über Spielmöglichkeiten in Schermbeck und Gespräche über die drei Schermbecker Wassermühlen ebenso wie Hör-Porträts des Dammer Strommuseums, der Uefter Mark, des Dämmerwaldes und der Loosenberge in Damm.

Im neuen Jahr startete Magdanz eine weitere Runde, diesmal mit Oberstufenschülern. Sie sollten sich Gedanken über ihre Lieblingsorte in Schermbeck machen. Alexandra Stauch beispielsweise befasste sich mit dem Café Kleinespel-Imping an der historischen Grenze zwischen Rheinland und Westfalen, Nina Becks mit der „Ollen Schüer“ in Gahlen, Jasmin Jawanda mit der Turmstation in Bricht, Madeleine Diederichs mit den Angelteichen im Lichtenhagen.

Vorerst endet das Projekt hier. „Mir fällt es ganz schwer, Lebewohl zu sagen“, bilanziert Magdanz ihre Arbeit. Es habe ihr sehr viel Spaß gemacht. Und besonders stolz kann sie sein, dass sie durch diese Art der heimatkundlichen Arbeit eine Domäne der Senioren einer Gemeinde erweitert hat um den Blick auf junge Menschen, von denen vielleicht einige im Geschirr bleiben, um Heimat erlebbar und hörbar zu machen.