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Schermbeck: Gemeinde und Westenergie informieren über Pflanzaktion

Pflanzaktion in Schermbeck : Bäume für die Zukunft

Bürgermeister Mike Rexforth findet für die Pflanzaktion mit dem Unternehmen Westenenergie viele lobende Worte. Sie sei ein sichtbares Zeichen für mehr Nachhaltigkeit und passe zur Strategie der Gemeinde. Was er damit meint.

An der Baumpflanzaktion „1000 Klimabäume für unsere Kommunen“, zu der das Unternehmen Westenergie im vergangenen Sommer aufgerufen hatte, beteiligte sich auch die Gemeinde Schermbeck. Die ehemalige gemeindliche Klimaschutzmanagerin Karolina Theißen hatte sich – ebenso wie weitere 124 Kommunen – um die Lieferung von Klimabäumen beworben. Von den 1250 Klimabäumen, die Westenergie verschenkte, erhielt die Gemeinde zehn Bäume, die bereits im Herbst vom gemeindlichen Bauhof gepflanzt wurden.

Am Mittwochmorgen kam der Westenergie-Kommunalmanager Dirk Krämer nun nach Schermbeck, um im Beisein des Bürgermeisters Mike Rexforth gemeinsam mit Bauhofleiter Peter Claeßen die Pflanzaktion vorzustellen, die von Westenergie mit einem Betrag in Höhe von 2500 Euro gefördert wurde. „Mit der Pflanzung der zehn Bäume setzen wir ein deutlich sichtbares Zeichen für mehr Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit in unserer Gemeinde“, sagte Bürgermeister Rexforth. Für die Gemeinde sei schnell klar geworden, die Aktion gemeinsam mit Westenergie zu starten. „Wir freuen uns“, fügte Rexforth hinzu, „dass die Bäume langfristig auch als ideale Schattenspender nützlich sein werden.“

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Die zehn Bäume wurden an fünf verschiedenen Stellen innerhalb der Gemeinde Schermbeck gepflanzt. Sie stehen an der Gesamtschule, im Gewerbegebiet Heetwinkel, im Gewerbegebiet Hufenkamp, am Hallenbad und im Lichtenhagen. Bei der Auswahl der Bäume konnte der Bauhofleiter Peter Claeßen sein Wissen und seine Erfahrungen als Forstwirtschaftsmeister einbringen. In die Entscheidung für einzelne Arten flossen auch die Empfehlungen der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) mit ein. So entschied man sich für Bäume, die nach derzeitigem Forschungsstand als besonders stressresistent gelten und damit künfigen klimatischen Veränderungen gewachsen sind.

Auch der Standort der Bäume ist wichtig, man kann sie nicht an beliebigen Stellen pflanzen. Für jeden Standort gibt es speziell geeignete Bäume. Besichtigt wurden am Mittwoch die drei Feldahorn-Bäume, die der Bauhof an einem kleinen Abhang auf dem Gelände der Gesamtschule südlich des Mensa-Gebäudes gepflanzt hatte. Zu den Vorbereitungsarbeiten gehörten das Entfernen der Bodendecker und die Sicherung des Hanges durch L-Steine. Bewässerungsringe erlauben eine konzentrierte Wasserzufuhr nahe der Wurzelballen.

„Die Pflanzaktion passt gut zu unserer Strategie“, stellte Rexforth fest und verwies auf die seit Jahren bestehenden Bemühungen der Gemeinde, Aufforstungen in der flächengroßen Gemeinde vorzunehmen. Im Haushalt der Gemeinde würden jährlich Beträge in Höhe von etwa 7000 Euro ausgewiesen. Im vergangenen Jahr gab es am Brüner Weg einen Pflanzschwerpunkt.

Bei der Planung neuer Baugebiete wird die Gemeinde künftig bei anstehenden Pflanzaktionen darauf achten, dass die Bäume geeignet sind, die Auswirkungen der Klimaveränderungen zu überstehen. Schon jetzt zeige es sich, so Peter Claeßen, dass einzelne Baumarten unter den Klimaveränderungen besonders stark gelitten hätten. Birken, Erlen und Buchen seien in besonderer Weise betroffen gewesen.

„Gemeinsam mit unseren Partnerkommunen wollen wir den Ausbau einer grünen Infrastruktur und die Erreichung der Klimaziele vorantreiben“, kündigte Dirk Krämer die Fortsetzung der begonnenen Pflanzaktionen an. Die nachhaltige Pflanzung von Klimabäumen sei ein wichtiger Beitrag dazu.