Zum Start ein Benefizkonzert Gemeinde startet eine Konzert-Reihe in der Georgskirche

Schermbeck · Die Evangelische Kirchengemeinde lädt zu einer Konzert-Serie in die St. Georgskirche ein. Die hat schon Tradition und lockt seit vielen Jahren zahlreiche Besucher an. Welche Künstler im Jahr 2022 auftreten und wann die Termine sind.

 Das fünfköpfige Calmus Ensemble Leipzig gastiert am 20. März ab 17 Uhr in der Schermbecker Georgskirche.

Das fünfköpfige Calmus Ensemble Leipzig gastiert am 20. März ab 17 Uhr in der Schermbecker Georgskirche.

Foto: Anne Hornemann

Die Evangelische Kirchengemeinde lädt auch in diesem Jahr zur Reihe „Konzerte in der St. Georgskirche zu Schermbeck“ ein. Sie fand im Jahr 2000 im Zusammenhang mit der neuen Führer-Orgel zum ersten Mal statt und hat sich dank der Unterstützung mehrerer Sponsoren zu einem auch über die Grenzen Schermbecks hinaus wahrgenommenen kulturellen Ereignis entwickelt. Die Programmzusammenstellung für die 23. Saison übernahm auch diesmal wieder Pfarrer i. R. Wolfgang Bornebusch.

Eine fünfteilige Konzertreihe war ursprünglich geplant. Sie hätte am 30. Januar mit einem Lesekonzert zum Leben und Werk von Nicolò beginnen sollen. Doch die Coronabedingungen führten dazu, dass Ingolf Turban (Violine) und Dorothea Baltzer (Schauspielerin und Sprecherin) ihren Auftritt absagten.

Deshalb steht ein anderer Auftritt am Anfang. Schon viermal gastierte das Calmus Ensemble Leipzig in Schermbeck. 2022 sorgt das Quintett für die musikalische Gestaltung des Benefizkonzertes, das am Sonntag, 20. März, um 17 Uhr zu Gunsten der Diakonie-Stiftung veranstaltet wird. Homogenität, Präzision, Leichtigkeit und Witz – das zeichnet das Ensemble aus und macht das Quintett zu einer der erfolgreichsten Vokalgruppen Deutschlands. Die breite Palette an Klangfarben, die Musizierfreude, die die Musiker auf der Bühne vermitteln, ihre Klangkultur und ihre abwechslungs- und einfallsreichen Programme begeistern immer wieder.

Damit haben Anja Pöche (Sopran), Maria Kalmbach (Alt), Friedrich Bracks (Tenor), Ludwig Böhme (Bariton) und Manuel Helmeke (Bass) eine ganze Reihe internationaler Preise und Wettbewerbe gewonnen – zuletzt den Opus Klassik 2019 „Beste Chorwerkeinspielung“. Mit 50 bis 60 Konzerten im Jahr ist Calmus in ganz Europa und bis zu dreimal jährlich in den USA ein immer wieder gerne gesehener Gast.

„Halleluja3“ heißt der Titel des Konzertes. Als erstes „Halleluja“ hat das Leipziger Quintett die hebräischen Psalmen des italienisch-jüdischen Renaissancekomponisten Salomone Rossi ausgewählt. Das zweite „Halleluja“ stammt von Paul Gerhard und wurde von Johann Sebastian Bach vertont. Das dritte „Halleluja“ widmet sich den Songs von Leonard Cohen, mit dessen eindrucksvollem „Halleluja“ das Konzert beendet wird.

Von „Luft und Liebe“ erzählen Christina Meißner (Cello) und Martin Sturm (Orgel) in ihrem Konzert, das am Sonntag, 15. Mai, um 17 Uhr beginnt. Auf dem Programm stehen Werke von Hildegard von Bingen, Johann Sebastian Bach, Diego Ortiz, Arvo Pärt, Antonio Vivaldi und anderen Komponisten. Christina Meißner erhielt ihre künstlerische Ausbildung in Weimar an der Hochschule für Musik Franz Liszt, wo sie auch lehrend tätig war. Künstlerische Impulse erhielt sie unter anderem von Stanislav Apolin in Prag und von Anner Bylsma in Amsterdam.

Als Mitbegründerin des Ensembles Klangwerkstatt Weimar prägte sie über ein Jahrzehnt die künstlerische Qualität der musikalischen Arbeit des Ensembles in Kooperation mit namhaften zeitgenössischen Komponistinnen. Ihren solistischen Weg dokumentieren vier CDs, die einen farbenreichen Bogen von der Renaissance bis zur Moderne spannen.

Der Organist Martin Sturm ist Gewinner zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Von 2013 bis 2019 lehrte er an den Hochschulen in Würzburg und Leipzig. Seit 2019 ist er Professor für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar.

Die beiden Konzerte im zweiten Halbjahr sollen rechtzeitig angekündigt werden: Am 20. September gestalten Stefanie Rodriguez und Wolfram-Maria Märtig ab 17 Uhr einen Abend mit Musik von Richard Strauß. Am 13. November lädt das Paper-Kite-Quintett ab 17 Uhr zu einem „Händel-Espresso“ ein.

Zu allen Konzerten ist der Eintritt frei. Am Ausgang wird jedoch um eine Kollekte in Höhe von mindestens zehn Euro gebeten, um die Konzert-Reihe zu finanzieren. „Zwei äußerst schwierige Jahre liegen hinter uns“, berichtet Wolfgang Bornebusch von dem coronabedingten Zwang, immer wieder Konzerte absagen zu müssen. Außerdem dürfen nicht mehr so viele Zuhörer wie in den Vor-Corona-Zeiten an den Konzerten teilnehmen. Wer an die Termine zeitnah erinnert oder über die Konzerte regelmäßig informiert werden möchte, kann dem Büro der Kirchengemeinde unter der Telefonnummer 02853 3114 seine E-Mail-Adresse zukommen lassen.