Schermbeck: Die Kleider im Swing-Lageverkauf sind beliebt für Abibälle

Hauseigener Outlet-Shop : Wo Abiturientinnen sich eindecken

Bei „Swing Modelle“ in Schermbeck kennt man die Trends der Abi-Mode. Der Geschäftsführer berichtet.

Abibälle, Schützenfeste, Konformationen und Kommunionen, Hochzeiten – „man findet hier für jeden Anlass etwas“, sagt Moritz Schwack. Der Geschäftsführer vom Ball-und-Abendkleider-Handel „Swing Modelle“ in Schermbeck weiß, wovon er spricht. Zum vielseitigen Sortiment, das hier auch im hauseigenen Outlet-Shop verkauft wird, gehören rund 3000 Kleider. Von Größe 32 bis 48 ist alles vertreten – auch Übergrößen bietet das Unternehmen an. Viele Kleidungsstücke richten sich an jüngere Frauen. Denn nach den Abiturprüfungen stehen wieder die Abibälle an.

Der Ansturm begann bereits im Januar, aber: „Tendenziell wird das immer früher“, sagt Schwack. „Die meisten Kundinnen kommen mit klaren Vorstellungen hierhin.“ Eine Beratung kann dann auch mal über eine Stunde andauern. „Und manchmal kaufen sie dann trotzdem nichts“, erzählt er mit einem Lächeln. Die Beratungsmöglichkeiten bei Swing sind begrenzt. Das Lager ist nicht vergleichbar mit einem Einzelhandelsgeschäft. „Aber die meisten sind bereits gut informiert und haben klare Vorstellungen von dem, was sie haben möchten“, erklärt Schwack. „Für viele ist der Abiball der erste Anlass, an dem sie sich richtig schick machen können.“

Aus den unterschiedlichsten Stoffen entstehen die Schnittmuster für die Kollektionen. Foto: Markus Weissenfels

Aktuell gehe der Trend bei den Kleidern zu den fließenden Stoffen. Tüll sei beliebt, Pastell- und Marinefarben höchst gefragt. Doch woher kommen eigentlich Trends? „Viele haben Vorbilder aus dem Fernsehen und dem Internet“, erklärt der Geschäftsführer. „Jüngere Menschen betreiben viel Marktforschung im Internet.“ Und auch Designer-Kollektionen prägen die Vorstellungen, erklärt der Experte. „Doch die sind teilweise etwas realitätsfern“, so Schwack. „Wir brechen diese Kollektion runter, machen sie kommerziell.“ Mitarbeiter seien auf Stoffmessen unterwegs und machten Hausbesuche bei Designern, immer auf der Suche nach neuer Inspiration.

Der Großteil der Produktion von „Swing“ geschieht im Haus selber. Im unteren Geschoss befindet sich das Muster-Atelier: Unzählige Stoffe in verschiedenen Farben und Mustern lagern hier, die Schnittmuster werden von einem mehrköpfigen Team tagtäglich angefertigt. Hergestellt werden die Kleider schließlich in Osteuropa, „unter höchsten sozialen Standards“, versichert Moritz Schwack.

Aktuell laufen die Arbeiten und Vorbereitungen für die Frühjahrs- und Sommerkollektion im kommenden Jahr. „Die Erstauslieferung erfolg im November“, erklärt Schwack.

(dmt)
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