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Schembeck: Die Grünen haben Fragen zur Caritas-Kindertagesstätte

Verärgerung im Schermbecker Rathaus : Caritas-Kita: Grüne haben Fragen

Wird die Caritas in Schermbeck eine Sondereinrichtung betreuen? Diese und andere Fragen stellen die Grünen. Das sorgt in der Verwaltung und bei der Caritas für Verärgerung.

(RP) Schon bevor der Fachausschuss in dieser Woche die Caritas-Kitagruppe in Schermbeck besucht hat, stellten sich die Grünen die Frage, ob eine Kita-Betreuung durch die Caritas in Schermbeck noch gesichert ist. Das Bistum Münster will, wie berichtet, keine neuen Trägerschaften für Kitas mehr übernehmen. Was bedeutet das für die Schermbecker Pläne mit der Caritas?, fragen die Grünen.

Caritas-Direktor Michael von Meerbeck betont, dass die laufende „Rakete“-Gruppe der Caritas im Alten Rathaus weiter betreut werde. 22 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren sind dort untergebracht. Die Kita-Leitung hat Ann-Christin Rexforth, Ehefrau des Bürgermeisters. Wie van Meerbeck mitteilte, werde diese Gruppe in jedem Fall weiterlaufen. Unklar sei aber perspektivisch, wie es mit der längerfristigen Planung aussieht. In Schermbeck soll ein neuer Kindergarten entstehen. Wo dies geschieht, ist noch unklar. Als eine Option gilt eine Teilnutzung der Räume der Maximilian-Kolbe-Schule an der Schienebergstege. Die Variante wäre kostensparend. Als ein Betreiber war bisher die Caritas im Gespräch. Doch mit der neuen Regelung im Bistum Münster wird das unwahrscheinlicher.

Die Absage der Caritas gilt jedoch nur für Regeleinrichtungen, nicht aber für Sondereinrichtungen. Was sind Sondereinrichtungen? Wie müssen sie ausgestaltet sein? Das werden nun die Fragen sein.

Grünen-Fraktionschefin Ulrike Trick hat eine Anfrage an die Verwaltung gestellt und will wissen, welche Anstrengungen man unternommen hat, einen neuen Träger für eine geplante Kita zu finden. „Der Hinweis von Herrn van Meerbeck, dass Sondereinrichtungen noch genehmigt würden, wirft die Frage auf, welcher Art diese Einrichtung sein solle und ob es in der Gemeinde Schermbeck dafür überhaupt genügend Kinder gibt“, sagt Ulrike Trick.

Über die Anfrage der Grünen jedenfalls herrscht im Rathaus und auch bei der Caritas Verärgerung. Offiziell will sich keiner der Beteiligten zu den Gesprächen äußern. Hinter den Kulissen war aber zu hören, dass derzeit Gespräche zwischen Caritas, Gemeinde Schermbeck und dem Bistum Münster liefen. Gemeinsam wolle man nach einer Lösung suchen. Die Akteure hoffen, dass eine Lösung im Sinne der Eltern und Kinder gefunden werden kann.

(RP )