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Schauspieler Roland Jankowsky hilft dem Togo-Verein aus Dingden

„Overbeck“ in Dingden und Flüren : Promi-Schauspieler hilft dem Togo-Verein

Roland Jankowsky aus der TV-Serie „Wilsberg“ besuchte Dingden und gab auf der Grav-Insel Geschenke für seine afrikanischen Patenkinder ab. Der Verein Togo – Neuer Horizont freut sich über die Unterstützung seines prominenten Botschafters.

Lederjacke, coole Sonnenbrille, immer einen abgezockten Spruch auf den Lippen und als Elefant im Porzellanladen in der Finanzwelt unterwegs – so war „Kommissar Overbeck“ am letzten Samstagabend unterwegs. Er ist stets bemüht, aber fast immer erfolglos, wenn er fürs ZDF in Münster ermittelt. Am Samstag war „Overbeck“ auch in Dingden im Einsatz. Denn Schauspieler Roland Jankowsky hat auch eine soziale Seite und die setzt er für Hilfsprojekte ein. Zu Gast war der Kölner Schauspieler bei Anna Maria Klocke und dem Führungsteam des rührigen Vereins Togo – Neuer Horizont, der sich vor allem mit Schul- und Kindergarten-Projekten für die Menschen in dem armen Land am Golf von Guinea einsetzt. „Overbeck“ packte wenig später auch gleicht mit an, auf der Grav-Insel bei Flüren verstaute er mitgebrachte Sachen aus Köln in einem Hilfscontainer.

„Ich grüße den Niederrhein“, sagte Roland Jankowsky, als er – erstmals in Hamminkeln unterwegs – in Dingden eintraf. Schauspielerisch war er bis nach Wesel gekommen, oder von der westfälischen Seite Dingdens hergesehen, bis nach Rhede. Ausgangspunkt war eine Lesung Jankowskys im Rheder Ei. Anna Maria Klocke und Judith Unland-Schlebes aus Dingden waren dabei, nutzten die Chance, reihten sich beim Buchsignieren ein, blockten die anderen Wartenden ein wenig ab, wie Anna Maria Klocke schmunzelnd erzählte, und nutzten die Chance, ihr Anliegen und ihre Idee kurz zu schildern. „So etwas erlebt man nicht jeden Tag am Büchertisch“, erinnert sich Jankowsky. Hilfe für Afrika findet er wichtig und nötig, und so bekamen die Dingdener nach einer kurzen Bedenkzeit die Zusage des 53-Jährigen. Nach einem weiteren Treffen in Köln folgte die offizielle Zustimmung, Roland Jankowsky war ab sofort Botschafter für die gute Sache.

 „Overbeck"-Darsteller Roland Jankowsky aus der ZDF-Reihe „Wilsberg" zu Gast auf der Terrasse von Anna Maria Klocke (r.)
„Overbeck"-Darsteller Roland Jankowsky aus der ZDF-Reihe „Wilsberg" zu Gast auf der Terrasse von Anna Maria Klocke (r.) Foto: thh
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Sozialer Einsatz, so verriet er, liegt ihm am Herzen. So unterstützt er seit rund 20 Jahren die Krebsberatungsstelle Münster, übrigens wie sein filmischer Kontrahent Wilsberg alias Leonhard Lansink. Die Dingdener warben nach Kräften um „Overbecks“ Unterstützung, seine Prominenz garantiert hohe Aufmerksamkeit für die Vorhaben. Und er ist Sympathieträger, schließlich verkörpert Roland Jankowsky den Kommissar ohne Vornamen, von dem er mal auf den Punkt genau gesagt hat: „Gut, er ist etwas schräg und benimmt sich wie der Elefant im Porzellanladen. Dafür bekommt er auch immer eins drüber. Aber er ist immer loyal, meist unglücklich verliebt. Er ist so etwas wie der Narr in der klassischen Komödie.“ Was einst mit einer Nebenrolle mit drei Sätzen begann ist heute eins der Markenzeichen für die mehr als 20 Jahre erfolgreiche „Wilsberg“-Serie.

Roland Jankowsky findet das ehrenamtliche Engagement des Togo-Vereins nicht nur gut, er schätzt auch die Hilfe, die direkt bei den Menschen in Westafrika ankommt. Aber hohe Kindersterblichkeit, Krankheiten, Armut und Ausbeutung von Naturschätzen sind unter anderem Probleme, die nicht einfach in den Griff zu kriegen sind.

Togo – Neuer Horizont ist ein Garant für neue Hilfe, die konkrete, auch staatlich unterstützte Entwicklungshilfe ist. Die Dingdener haben wieder Großes vor. In diesem Jahr wird eine neue Schule für 259 Kinder und Jugendliche fertiggestellt, in zwei Monaten ist sie fertig. Auch ein Kindergarten wird errichtet. Möglich macht es unter anderem ein Großspender, der 40.000 Euro gegeben hat. „Ich freue mich riesig darüber“, sagt Anna Maria Klocke. Aber es kommt auf jede Spende an, und die sind nur mit breiter Aufmerksamkeit zu erreichen. Botschafter wie Roland Jankowsky helfen dabei enorm.