Schermbeck: Schalker aus Schermbeck

Schermbeck : Schalker aus Schermbeck

Schermbeck ist irgendwie auch Stadtteil von Gelsenkirchen - der örtliche S04-Fanclub hat nun wieder getagt.

In Schermbeck haben die Farben Blau und Weiß eine ganz besondere Bedeutung. Hier, wo die Schalker Legende Olaf Thon wohnt, ist man Schalke 04 eng verbunden. Entsprechend ist es eine besondere Personalie, wenn der 1997 gegründete Fan-Club "Königsblaue Schermbecker" seinen Vorstand neu wählt. Der Schermbecker Schalke-Fan-Club ist einer der größten im weiten Umkreis - und wird nun unter bewährter Führung weiter geleitet. Karsten Janz bleibt Vorsitzender. Während der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Overkämping wurde der 51-jährige Bezirksleiter der Bausparkasse Schwäbisch Hall in jenem Amt bestätigt, das er im Jahre 2016 von Werner Heistermann übernommen hatte.

Einige Neuerungen stehen im Fanclub an: Im Frühsommer wird der Fan-Club zum ersten Mal eine Vereinsmeisterschaft im Luftgewehrschießen auf der Anlage der Schießgruppe Altschermbeck veranstalten. Für die Helfer bei der 20-Jahr-Feier findet am 17. März eine Planwagenfahrt statt, die von Karsten Janz geplant wird. Der Termin für eine Besichtigung der Schalke-Arena steht noch nicht fest.

Es geht nicht nur um Fußball bei diesem Fanclub: 519,04 Euro spendete der Fan-Club im vergangenen Jahr aus dem gesammelten "Zeckengeld" dem Organisationsteam des "Café International", in dem sich mehrmals jährlich Schermbecker Bürger mit Flüchtlingen treffen. Die Überreichung des Zeckengeldes an Hilfsaktionen in Schermbeck hat schon Tradition. Die Jungfeuerwehr wurde ebenso bedacht wie die Schießgruppe Altschermbeck nach der Keller-Überschwemmung, das Haus Kilian, die Künstlergruppe Nebelhorn, das Netzwerk der Georgsgemeinde, die Palliativ-Station des Dorstener Elisabeth-Krankenhauses und bedürftige Privatleute. In diesem Jahr sammelten sich im Zeckenschwein 446 Euro an, die vom Vorstand auf 504,19 Euro aufgestockt wurden. Dieses Geld wird der Schermbecker Jugendfeuerwehr überreicht. Zecke - das ist ein liebevoller Kosename für die Mannschaft in gelb-schwarz: Borussia Dortmund.

Den 34 Versammlungsteilnehmern berichtete Karsten Janz von den 18 Heimspielfahrten, an denen durchschnittlich 50 Personen teilnahmen. In seinem Kassenbericht konnte Kassierer Dustin Ziese von "guten schwarzen Zahlen" des 348 Mitglieder zählenden Fan-Clubs berichten, obwohl hohe Ausgaben für die Durchführung der 20-Jahr-Feier entstanden waren.

Nicht nur Janz bleibt im Amt, auch alle anderen Funktionsträger wurden bestätigt: Der stellvertretende Vorsitzende Werner Heistermann, Kassierer Dustin Ziese, der zweite Kassierer Markus Rademacher, Geschäftsführer Peter ("Pico") Anders, die Beisitzer Uli Halbsguth und Alex Becker. Da der Fan-Club im vergangenen Jahr auf dem Gelände des Pfadfinderhauses sein 20-jähriges Bestehen feierte, wird in dieser Saison auf eine Auswärtsfahrt verzichtet, weil eine Kartenreservierung nicht planbar war. Der Club fährt zu allen Heimspielen. Wenn noch Plätze frei sind, können auch Nicht-Mitglieder mitfahren. Sie zahlen fünf Euro; erwachsene Mitglieder zahlen drei Euro, jugendliche Mitglieder werden ohne Bezahlung mitgenommen. Abfahrt ist jeweils zweieinhalb Stunden vor Spielbeginn.

Weitere Mitglieder sind willkommen. Erwachsene zahlen 30 Euro pro Jahr, Schüler, Auszubildende und Personen unter 18 Jahren zahlen sechs Euro. Den Mitgliedern werden nicht nur finanzielle Vorteile bei den Heimfahrten gewährt. Ihnen werden auch gesellige Veranstaltungen geboten. Bei der Saisoneröffnung und beim Saisonabschluss gibt es kostenlose Geschenke. Bei der Weihnachtsfeier wartet auf die Teilnehmer eine Verlosung mit attraktiven Preisen.

(hes)
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