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Wesel: Salz statt Kies: Hülskens erwartet nicht mehr Verkehr

Wesel : Salz statt Kies: Hülskens erwartet nicht mehr Verkehr

Die Befürchtungen von Dieter Bitters (VWG), der Vertrag über künftigen Salzumschlag im Weseler Stadthafen führe zu unverträglich viel mehr Lkw-Verkehr (RP berichtete), hält Jörg Hüting (Hülskens) für unbegründet.

Auf Dauer werde mit dem aus Ossenberg abgezogenen Salz- der Kies-Umschlag ersetzt. Auch sei die Verteilung aufs Jahr gesehen — von gut 300 000 Tonnen ist bekanntlich die Rede — nicht so auffällig. Die Lkw würden linksrheinisch von Esco (Borth) aus über die neue Büdericher Umgehung zur Rheinbrücke rollen und von dort nur ein kurzes Stück über den Ring ins Hafengebiet. Es gebe auf der Route zwar das Preußen-Museum und den gegenüberliegenden Förderschulen-Komplex aber keine Wohnbebauung, sagte Hüting.

Langfristig werde außerdem auch der Ring nicht mehr belastet sein als heute, weil wesentlicher Durchgangsverkehr von der geplanten Südumgehung über den Fusternberg aufgenommen werde.

Überdies sei ein Hafen, so Jörg Hüting weiter, als Verkehrsknotenpunkt logischerweise immer mit Verkehr verbunden. "Man stelle sich den Hamburger Hafen ohne Lkw vor — das geht gar nicht", sagte er und betonte die Wichtigkeit des Stadthafens als Wirtschaftsfaktor für Wesel und die Region. In durchaus schwieriger Lage sei die Entscheidung für die Ertüchtigung des Hafens und seine Eingliederung in die neue Hafen-Gesellschaft Delta-Port gefallen. Dieser Mut sei noch vor der Unterschrift, die heute bekanntlich das Zusammengehen der Häfen besiegeln soll, belohnt werden. Der Vertrag mit Esco sei ein deutliches Zeichen, dass Bewegung im Wesel Hafen gesehen und anerkannt wird. Und er trage zudem zur Finanzierung der Hafeninvestition bei. Die liegt bei zwölf Millionen Euro.

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Der erste Rammschlag für die neue Kaianlage wird übrigens am Donnerstag, 19. September, gesetzt. Das wird dann an Bord der "River Lady" bei einer Fahrt durch das gesamte Delta-Port-Gebiet gefeiert. Die Hafengesellschaft, Stadtwerke Wesel und Logistiker Rhenus haben dazu jetzt eingeladen.

(RP)