Wesel: Rüttgers eröffnet Rheinbrücke

Wesel : Rüttgers eröffnet Rheinbrücke

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat am Montagmorgen gemeinsam mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers die neue Weseler Rheinbrücke eröffnet. Zusammen mit Winfried Pudenz, Hauptgeschäftsführer von Straßen NRW, überquerten sie in einem Oldtimerbus den Fluss.

"Nach vier Jahren Bauzeit feiern wir heute einen lang ersehnten und wichtigen Brückenschlag für NRW", sagte Ramsauer. "Wir beseitigen nicht nur für die Autofahrer das zeitraubende Nadelöhr auf der alten Weseler Brücke. Der Engpass auf dem Rhein gehört ebenfalls bald der Vergangenheit an." Die bestehende Querung wurde nach dem Krieg als Behelfsbrücke auf alten Pfeilern errichtet.

Sie ist mehr als 50 Jahre alt. Ein Pfeiler in der Fahrrinne sorgte für Einschränkungen in der Rhein-Schifffahrt. "Mit Blick auf die Deutsche Einheit sind in NRW viele Verkehrsprojekte zurückgestellt worden", so Ramsauer. Dazu sagte Ministerpräsident Rüttgers: "Ich freue mich, dass Peter Ramsauer für einen Aufbau West plädiert. Wir brauchen ein Nachholprogramm Straßenbau West." Die neue Brücke lobte Rüttgers als "moderne Technik, die begeistert": "Und sie steht für Aufbruch in eine gute Zukunft — der Stadt Wesel, der Region und von NRW."

Gut 25 Jahre war über das Projekt diskutiert worden. Sechs Jahre hatte Straßen NRW an der heute geöffneten Rheinbrücke geplant. Mit 32.000 Fahrzeugen rechnen die Experten in der Zukunft. Die Bauarbeiten stießen auf großes Interesse in der Region. 16.000 Besucher wurden in den vergangenen dreieinhalb Jahren über die Brückenbaustelle geführt, darunter Studenten aus Russland, Koera, Iran und den Niederlanden. Hunderte von Zuschauer säumten heute Morgen die offizielle Feier.

Für den Verkehr wird die neue Rheinbrücke ab 14 Uhr frei gegeben. Gefahren werden kann dann nur auf zwei von vier Fahrspuren.Am Rande der Feier überreichte Wesels Bürgermeisterin Ulrike Westkamp den Spitzengästen eine Mappe mit Beispielen beleuchteter Brücken. Auch die neue Niederrheinbrücke soll nachts mit blauem Licht in Szene gesetzt werden. Dazu muss allerdings noch die Wasser- und Schifffahrtsbehörde ihr Okay geben.

Außerdem machten Bürger und Initiativen den Bundesverkehrsminister auf die Betuwe-Problematik aufmerksam. Ramsauer sagte im RP-Gespräch, dass der Ausbau der Güterzugstrecke mit "bestmöglichem Lärmschutz und bester Sicherheit für die Anwohner" umgesetzt werden müsse."Ich bin dabei. Die Betuwe gehört zu den 20 bis 30 Standrardthemen, die mich in den ersten fünf Wochen meiner Amtszeit schon beschäftigt haben."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Rheinbrücke für den Verkehr freigegeben

(RP)