1. NRW
  2. Städte
  3. Wesel

Wesel: Rückgabe von Internet-Käufen kostet künftig

Wesel : Rückgabe von Internet-Käufen kostet künftig

Verbraucherzentrale stellt Bilanz 2013 vor und macht auf neue Online-Shopping-Regeln aufmerksam.

Wer gerne Schuhe, Kleidung, Elektrogeräte etc. im Internet bestellt, der sollte sich den 13. Juni in seinem Kalender rot markieren. Denn ab diesem Tag gelten EU-weit neue Regeln für das Online-Shopping. Und die haben weitreichende Folgen. Auf diese Neuerung haben gestern Karin Bordin und Ursula Möllmann, die beiden Leiterinnen der Weseler Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW, während der Vorstellung des Jahresberichtes 2013 aufmerksam gemacht.

"Wer künftig Waren zurückschickt, der muss, anders als bislang, den Widerruf eines Internet-Einkaufs ausdrücklich erklären", sagt Karin Bordin. Sprich: Der Kunde muss das Widerrufsmuster, das der Verkäufer der Lieferung beilegen muss, ausfüllen und zurücksenden. Nur so wird der Widerruf wirksam. Außerdem muss die Ware innerhalb von 14 Tagen zurückgeschickt werden.

Weitere Neuerung: Händler können künftig vom Kunden verlangen, dass dieser die Kosten der Rücksendung trägt. "Das kann bei größeren Elektrogeräten einen ordentlichen Betrag ausmachen", sagt Ursula Möllmann. Die Einkaufsgrenze von 40 Euro, ab der das Zurückschicken nichts kostet, wird somit Geschichte.

  • Ausgelassene Feiern und gesellige Touren sind
    Feiertag in Kleve : 1. Mai - Polizei will die Corona-Regeln kontrollieren
  • Interessierte Schulen können sich den WWF-Artenschutzkoffer
    Haus Graven : Umweltzentrum erhält WWF-Koffer
  • Der Angeklagte im Gespräch mit seinem
    Prozessauftakt vor dem Duisburger Landgericht : „Spiritueller Führer“ aus Wesel schweigt vor Gericht

Und noch etwas ändert sich: Demnächst erlischt das Widerrufsrecht in jedem Falle spätestens ein Jahr und 14 Tage, nachdem der Kunde die Ware erhalten hat. Passé ist damit das aktuell noch geltende, unendliche Widerrufsrecht im Falle einer unzureichenden Widerrufsbelehrung durch den Verkäufer.

Themenwechsel: Die Verbraucherzentrale an der Wilhelmstraße 5 bis 7 ist nach wie vor als Anlaufstelle für Ratsuchende eine erste Adresse. Denn im abgelaufenen Jahr wurden, wie schon 2012, knapp 6000 Anfragen - persönlich, per Mail und Telefon - registriert. Fast 19 Prozent der Anfragen rankten sich um das Themengebiet Telefon und Internet. Zu den Telekommunikationsanbietern, die für geballten Kundenverdruss sorgten, gehörten vor allem Vodafone und die Telekom, so die Verbraucherschützer.

Ein großes Problem waren und sind Mails und Briefe mit fadenscheinigem Inhalt. "Kriminelle haben beispielsweise anlässlich der Umstellung auf SEPA Verbraucher aufgefordert, ihre Daten kontrollieren zu lassen. So wird versucht, an wertvolle Adressen oder Passwörter zu kommen", beklagt Ursula Möllmann. Ihr Tipp: Anhänge von unseriös wirkenden Mails nicht öffnen und auch nicht beantworten (www.vz-nrw.de/phishing).

Übrigens hat die Beratungsstelle eine neue Rufnummer: Tel. 0281 47368401. Geblieben ist dagegen die Internetadresse: www.vz-nrw.de/wesel

(RP)