Rheinpromenade in Wesel: Rheinstübchen soll saniert werden

Rheinpromenade in Wesel : Rheinstübchen soll saniert werden

Die Stadtwerke wollen ab dem Jahr 2021 mehr als 500.000 Euro investieren.

Es ist ein beliebtes Ziel für Ausflügler: das Rheinstübchen an der Rheinpromenade, gleich neben dem Stadthafen. Seit gut zwei Jahren soll sich hier etwas verändern, denn das Haus ist in die Jahre gekommen. Doch nach wie vor herrscht Stillstand, tut sich nach außen hin nichts. Dabei steht, wie berichtet, schon lange fest, dass ein Neubau an dieser Stelle wegen des daneben liegenden Garant-Tanklagers keine Chance auf Genehmigung hat. Und so haben sich die Stadtwerke Wesel, in deren Besitz die Immobilie ist, dafür entschieden, das Rheinstübchen von Grund auf zu sanieren.

Die Planungen laufen schon lange, allerdings bislang nur im Hintergrund, wie Stadtwerke-Geschäftsführer Franz Michelbrink auf Anfrage bestätigt. Mittlerweile liegen die Pläne eines Weseler Architekten im Rathaus, in der Hoffnung, dass sie genehmigt werden. Gespräche mit der Bauaufsicht laufen, sagt Michelbrink.

„Wir möchten die optimale Lage optimal ausnutzen“, fasst der Stadtwerke-Chef zusammen und rechnet etwa in den nächsten drei Monaten mit einer Entscheidung. Eine halbe Million Euro soll die Sanierung von Grund auf kosten. Dazu gehört die Neuinstallation sanitärer Anlagen, die auch behindertengerecht sein sollen. Außerdem soll der Wintergarten weg und auch die jetzt noch als Wohnung genutzte erste Etage mit in den Gastronomiebereich einbezogen werden.

Da der Vertrag mit der jetzigen Pächterin noch bis zum Jahr 2021 läuft, ist mit einer Umsetzung der Pläne allerdings erst danach zu rechnen. Wer dann die Leitung übernimmt, sei momentan vollkommen offen, so Michelbrink. Während das Erdgeschoss komplett für Gäste reserviert bleiben soll, ist oben die Küche geplant, inklusive weiterer Gast­räume

Das Haus hat übrigens eine interessante Geschichte. Es wurde vor 59 Jahren als Steigerhaus der hier befindlichen Dampfanlegerstelle gebaut. Statt Kuchen und anderer Speisen gab es damals Karten für die Fahrt mit dem Dampfer.

Wie die Entwicklung an der Promenade weitergeht, ist momentan noch offen. Denn die Sanierung wird sich wohl auch auf die Höhe der Pacht niederschlagen. Dafür ist man dabei, den Steiger, der neben dem alten Rheinbrückenpfeiler liegt, zu verbessern – in der Hoffnung, dass in Wesel häufiger auch mal Kreuzfahrtschiffe anlegen. Deren Passagiere könnten dann nicht nur die alte Hansestadt, sondern auch den Blick vom Land aufs Wasser genießen.

(P.H.)
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