Schermbeck: Rexforth: Wegfall von Edeka wäre "der Tod der Mittelstraße"

Schermbeck : Rexforth: Wegfall von Edeka wäre "der Tod der Mittelstraße"

Nach dem unerwarteten Tod des Edeka-Betreibers Thomas Stobinski im Dezember, suchte die Edeka-Gruppe für die Filiale an der Erler Straße in Schermbeck einen neuen Pächter. Letztlich vergeblich. Wie berichtet, schließt der Markt am 31. Juli. Nach jahrelangen erfolglosen Verhandlungen mit Edeka kann nun die Gemeinde das Grundstück des Supermarktes neu planen. Seit Jahren steht die Gemeinde mit der Edeka-Gruppe, die einen Optionsvertrag hatte, im Gespräch. Etliche Pläne zu einer Neugestaltung des Marktes an dieser Stelle wurden geführt. Alle seien ergebnislos verlaufen, so Bürgermeister Mike Rexforth. "Edeka hat alle unsere Pläne zu einer Neugestaltung an dieser Stelle blockiert. Durch die Vertragskündigung sieht es nun anders aus." Die jetzige Situation für eine Neuentwicklung an diesem Standort sieht er positiv.

Fakt war, so Rexforth, dass Edeka nur in Schermbeck bleibt, wenn sie die Zustimmung des Rates für den Bau eines modernen Marktes an einem anderen Standort bekommen hätten. Diesen Plänen stimmte der Rat nicht zu. "Der Wegfall eines Marktes an dieser Stelle wäre der sichere Tod für die Mittelstraße", so Rexforth. "Edeka auf der grünen Wiese wird es nicht geben".

Nach der Vertragsauflösung gibt es aktuell zwei Investorenanfragen, die den Einzelhandel weiter an dieser Stelle realisieren möchten. Der Hauseigentümer hat zudem eine Kooperation mit der Gemeinde signalisiert. Vorstellbar wäre, so Rexforth, einen vollsortierten Markt mit einer funktionalen, ebenerdigen Parkraumbereitstellung und in Verbindung mit einer Platzsituation mit Ruhemöglichkeiten zu schaffen.

Weitere Gespräche stehen mit der katholischen Kirchengemeinde als Nachbar an. Diese signalisierte, dass sie sich einer neuen Lösung nicht verschließen werde.

(pho)