Wesel/Berlin: Reaktionen auf das Ende von Jamaika

Wesel/Berlin: Reaktionen auf das Ende von Jamaika

Was viele insgeheim befürchtet hatten, ist eingetreten: In der Nacht zu Montag hat Christian Lindner (FDP) die Gespräche zur Bildung einer Jamaika-Koalition in Berlin abgebrochen und diesen Schritt unter anderem mit fehlendem Vertrauen zwischen den Verhandlungspartnern (CDU, CSU, Grüne und Liberale) begründet.

Bernd Reuther (Wesel), der gestern Morgen mit dem Zug von Wesel nach Berlin gefahren ist, um dort an der gemeinsamen Sitzung von FDP-Fraktion und FDP-Bundesvorstand teilzunehmen, verteidigt natürlich die Entscheidung von Lindner, die sich abgezeichnet habe. "Viele bei uns hatten das Gefühl, dass da nicht auf Augenhöhe verhandelt wird. Nur Zugeständnisse an die Grünen zu machen, das reicht nicht. Was ich da zum Teil an Papieren gesehen habe, war nah an einer Zumutung. Christian hat das in der Konsequenz richtig gemacht", so Reuther. Er sei froh, dass die FDP letztlich standhaft geblieben sei. Wie es nun weitergeht, müsse sich zeigen.

Bernd Reuther Foto: Bauch

Für Bernd Reuther wird es heute übrigens spannend. Denn erstmals wird er als Bundestagsabgeordneter im Parlament eine Rede halten. Thema ist die geplante Fusion der Stahlsparten von Thyssen-Krupp und Tata. Dabei steht die Zukunft des Standortes Duisburg im Fokus.

(kwn)