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Wesel: Raiffeisen Hohe Mark hat Futterwerk im Hafen gekauft

Wesel : Raiffeisen Hohe Mark hat Futterwerk im Hafen gekauft

In der ehemaligen "Rheinkrone"-Mühle arbeiten derzeit fünf Fachkräfte. Zehn sollen es im nächsten Jahr sein.

Die Raiffeisen-Genossenschaft Hohe Mark mit Sitz in Dorsten hat kürzlich das Kraftfutterwerk "Rheinkrone" der Firma Ufok am Weseler Hafen übernommen. Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart, erklärte gestern Raiffeisen-Geschäftsführer Bernhard Harks auf Anfrage. Den neuen Standort Wesel wird er heute Abend bei der internen Generalversammlung im münsterländischen Groß Reken vorstellen. Aktuell sind im Hafen fünf Leute — Müller und Betriebsschlosser — beschäftigt. In einem Jahr sollen dort zehn Fachkräfte beschäftigt sein.

Auf der Internetseite der Genossenschaft (600 landwirtschaftliche Kunden am Niederrhein und in den Kreisen Borken und Recklinghausen) heißt es unter anderem, dass das Werk in Wesel die Zukunft in der Mischfutterproduktion für Schwein, Rind und Huhn sichere.

Im Weseler Hafen bestehe die Möglichkeit, ganze Schiffsladungen Soja- oder Rapsschrot sowie Getreide zu löschen, mit denen von hier aus auch das Werk in Lembeck per Lkw beliefert werden könne. Mit Inbetriebnahme des Werkes am Rhein ist ein Teil der Futtermehl- und Futterpellets-Produktion von Lembeck nach Wesel verlagert worden. "Ein Grund für den Kauf war, dass der Logistikstandort Wesel preiswerter ist. Ein weiterer Grund: Der zweite Standort bietet künftig bei Gebietssperren im Fall von Seuchen die Möglichkeit, bei der Futterproduktion auszuweichen", betont Harks.

(bp/kwn)