Rätsel um toten Storch in Bislich

Nabu bittet um Mithilfe und Hinweise : Rätsel um toten Storch in Bislich

Anwohner entdeckten den Tier-Kadaver, kurz danach war er verschwunden.

Es ist ein rätselhafter Fall, und noch ist nicht völlig klar, was da in Bislich passiert ist. Über den Fund eines verendeten Storchs wurde unsere Redaktion am Mittwoch von einer Bislicherin informiert. Der Storch habe in einer Wiese am Feldwicker Weg gelegen, Krähen hätten sich schon um ihn getummelt. Kurze Zeit später allerdings war das Tier nicht mehr am Fundort. Vier Brutpaare leben derzeit in Bislich, berichtet Kornel Schmitz vom Heimatverein, dazu würden sich immer auch Jungstörche in Bislich gesellen. Zumindest für das Brutpaar an der Kirche konnte er schon Entwarnung geben: Beide waren am Mittag noch da.

Was ist mit dem Storch vom Feldwicker Weg passiert? Ist er einfach nur an Altersschwäche verendet. Peter Malzbender, Vorsitzender der Kreisgruppe Wesel des Naturschutzbundes (Nabu) machte sich umgehend auf nach Bislich, um die Meldung zu überprüfen und das tote Tier zu finden. Während Malzbender von verschiedenen Quellen aus der Nachbarschaft den Fall bestätigt bekam, konnte er den Kadaver nicht entdecken. Dass ein Tier, etwa ein Fuchs, ihn unterdessen weggeholt haben könnte, schloss er aus. Denn das hätte allenfalls in der Nacht passieren können. Zu den ersten Vermutungen zählt, dass ein Mensch den Storch mitgenommen hat, um ihn verbotenerweise auszustopfen.

Für den Weseler Naturschützer Malzbender ist es besonders wichtig, die Ringnummer zu wissen. „Wir können ihn sonst nicht identifizieren, wissen nicht, ob nun irgendwo ein Brutpartner fehlt“, sagte Malzbender und bat um Mithilfe aus der Bevölkerung. Dabei sicherte er zu, dass niemand strafrechtliche Verfolgung zu befürchten habe. Wer etwas zum Verbleib des Storches und idealerweise zur Ringnummer sagen kann, möge sich ihm unter Telefon 0157 72150372 melden.

Rätselhaft ist auch, wie der Vogel zu Tode gekommen ist. Laut Malzbender stehen in der Umgebung keine großen Stromleitungen in der Landschaft, mit denen er hätte kollidieren können. Möglich sei, dass er an der Aufnahme von Agrargiften verendet ist. „Aber das ist alles Spekulation. So lange wir den Storch nicht haben, können wir nichts sagen“, erklärte Malzbender.

(fws/sep)
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