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Serie Die Schönsten Radtouren: Quertreiben über die Lippe

Serie Die Schönsten Radtouren : Quertreiben über die Lippe

Die Radtour über den rechten Niederrhein verläuft durch Waldgebiete, entlang des Wesel-Datteln-Kanals und auf alten Bahntrassen.

Niederrhein Hünxe, Wesel, Schermbeck. Die Radtour über den rechten Niederrhein führt 52 Kilometer über das vermeintlich platte Land. Doch müssen hin und wieder kleinere Anstiege bewältigt werden. Und der ein oder andere ungeübte Radler kann da schonmal ins Schnaufen kommen. Doch für Ruhepausen ist gesorgt. Der Weg zwischen Hünxe, Wesel und Schermbeck führt durch Waldgebiete, entlang des Wesel-Datteln-Kanals, weiter an der Lippe und auf alten Bahntrassen. Mit dem "Quertreiber" gehts über die Lippe. Und das Schloss Gartrop lädt zum Verweilen ein. Die Tour startet in Hünxe, das mit seinen großen Wald- und Naturschutzgebieten ein beliebter Ausflugsort ist.

Auf dem Weg Richtung Bucholtwelmen überquert der Tourteilnehmer zunächst die Autobahn A 3, bis in den Testerbergen der erste Anstieg zu bewältigen ist. Es müssen immerhin 63 Höhenmeter erklommen werden. Die Fahrt führt den Radler weiter zum Wesel-Datteln-Kanal. Die Tour folgt seinem Lauf in Richtung Wesel. Während immer wieder Kanalschiffe vorbeizuschweben scheinen, erreicht man wenig später die Selbstbedienungsfähre "Quertreiber" an der Lippe. Die Lippefähre kann in jedem Jahr mindestens vom 16. April bis 14. Oktober während der hellen Tagesstunden und bei guter Sicht benutzt werden.

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Die Fähre ist eine unbemannte Gierseilfähre mit Rudersystem. Sie ist für eine Personenzahl von bis zu sechs Personen mit Fahrrädern ausgelegt. Durch ein etwa 100 Meter lange Tragseil wird die Fähre im Strom gehalten. Mit ihr setzen die Radler über ins Naturschutzgebiet "Aaper Vennekes" Prunkvolle Häuser säumen den folgenden Streckenabschnitt nahe der Lippe. Am "Haus Schwarzenstein", ein ehemaliger Rittersitz lohnt auch der Blick auf eines der wenigen erhaltenen Langhäuser am unteren Niederrhein. In den Drevenacker Dünen wird erneut die Autobahn A 3 überquert - es folgt ein Abstecher nach Krudenburg. Von dem ehemaligen Rittersitz aus dem 12. und 13. Jahrhundert sind ein zweigeschossiger Ziegelturm sowie Mauerreste erhalten. Für die Lippeschifffahrt war Krudenburg im 19. Jahrhundert sehr bedeutend. Pferde zogen die Lastkähne mit Hilfe langer Leinen flussaufwärts. Inzwischen ist der Ortskern Krudenburgs liebevoll restauriert und steht unter Denkmalschutz. Entlang der alten Bahntrasse Richtung Schermbeck führt der Weg durch das Naturschutzgebiet "Loosenberge". Alte bis zu fünf Meter hohe Wacholderbüsche wechseln sich mit offenen Heideflächen ab. Hier fühlen sich zahlreiche Reptilien und Amphibien wohl - auch Schafe gehören zum Landschaftsbild. Den Namen "Loosenberge" hat das von der Eiszeit geprägte Gebiet wegen seiner Sanddünen. In Schermbeck empfiehlt sich eine Rast an der idyllischen Oberen Burgmühle. Sie wurde urkundlich erstmalig 1640 als "neue Mühle" erwähnt.

Hinter Gahlen passieren die Radler den Gartroper Busch, bevor sich nach dem erneuten Überqueren des Kanals der Blick auf das Schloss Gartrop öffnet. Die erste nachweisbare Anlage des imposanten Wasserschlosses geht auf die Ritter von Gardapen zurück, die im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt wurden.

Weiter geht es am Wesel-Datteln-Kanal in Richtung Hünxe zum Start- und Zielpunkt.

(RP)