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Feines Vom Land: Qualität aus der Region – ein Geschenk

Feines Vom Land : Qualität aus der Region – ein Geschenk

Die RP-Genusstour führte gestern auf den Hof von Karin und Gerd Graaf. In seinem Schermbecker Laden bietet das Ehepaar regionale Leckerbissen. Auch ein spannender wie lehrreicher Blick in den Hühnerstall und ins Kartoffellager war möglich.

Zur RP-Genusstour zeigte sich der Herbst gestern von seiner schönsten Seite: Strahlender Sonnenschein bildete die perfekte Ausgangssituation für eine ausgedehnte Hofbesichtigung bei Karin und Gerd Graaf, zu der sich eine interessierte Gruppe RP-Leser zusammengefunden hatte. Im Mittelpunkt stand der Hofladen der Familie. Seit 1999 haben die Graafs ihren Hofladen. Das Geschäftsmodell damals wie heute: regionale Produkte. "Das, von dem wir selbst überzeugt sind, das verkaufen wir auch", erklärt Gerd Graaf den Besuchern die Zusammensetzung der Produktpalette. Selbst eingemachte Gurken, Rote Bete, Kuchen aus dem Glas — hier finden sich zahlreiche Leckerbissen. Alles kommt aus der Region von "befreundeten Betriebskollegen". Besondere Geschäftsidee und laut Graaf eine echte Marktlücke sind die Geschenkkörbe — das Beste aus der Region als kleines oder großes Mitbringsel. "Man zahlt ein wenig mehr", erklärt Graaf mit Blick auf das regionale Angebot. "Dafür hat man Qualität", ergänzt Petra Pauli, die mit ihrem Mann die Genusstour besucht. Beide kommen aus Wesel und haben mit der Landwirtschaft nichts zu tun. "Umso interessanter ist es, das alles mal zu sehen", erklärt sie.

 Im Hofladen zeigte Gerd Graaf den Besuchern, welche regionalen Produkte er mit seiner Frau anbietet. Später durfte probiert werden.
Im Hofladen zeigte Gerd Graaf den Besuchern, welche regionalen Produkte er mit seiner Frau anbietet. Später durfte probiert werden. Foto: Bosmann, Jürgen (bosm)
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Und zu sehen gab es viel auf dem Hof. Karin und Gerd Graaf nahmen die Gäste beispielsweise mit in ihr Kartoffellager. Hier stapeln sich Kisten verschiedener Kartoffelsorten. "Ich werde die Gelegenheit mal nutzen, so viele Leute zum Sortieren zu haben", sagte Gerd Graaf und machte die Sortiermaschine an. Hier konnten die Besucher ein Gefühl dafür bekommen, wie schwer es ist, keine grüne Kartoffel zu übersehen.

Ein Gebäude weiter war es mit der Ruhe dahin. Hier gackerten die Hühner um die Wette, die scheinbar nicht mit Besuch gerechnet hatten. "Ich habe auch zwölf Hühner", verrät Irma Kuhnen aus Damm. In den zwei Einheiten bei den Graafs sind es 600 — und rund 3500 Eier die Woche. Auch die werden wie die eigenen Kartoffeln und selbst eingemachten Gurken im Hofladen verkauft. Nach einem Zwischenstopp in der Einmachküche, der die Lust auf regionale Köstlichkeiten weiter steigerte, gab es zum Abschluss süße und herzhafte Leckereien im gemütlichen Ambiente des Hofladens zum Testen. "Schön locker", lautete das Fazit zum Kuchen aus dem Glas. Auch dem einjährigen Mattis, Enkelkind der Graafs, schmeckte der Kuchen. Sein Bruder Mats griff lieber zu Gurken. Auch den Besuchern schmeckte es sichtlich. "Ich denke, wir sehen uns auf dem Markt in Loikum", verabschiedete sich die Weselerin Petra Pauli. Wenn das kein Kompliment ist.

(RP)