Wesel: Promenade: Der Wahlkampf tobt

Wesel : Promenade: Der Wahlkampf tobt

Die Auseinandersetzung um die Rheinpromenade nimmt persönliche Züge und liefert einen Vorgeschmack auf das, auf was sich die Weseler im Bürgermeisterwahlkampf zwischen Amtsinhaberin Ulrike Westkamp und ihrem designierten CDU-Herausforderer Jürgen Linz gefasst machen müssen.

SPD-Fraktionschef Ludger Hovest hat am Dienstag dem Fraktionsvorsitzenden Linz vorgeworfen, "aus niedrigen Beweggründen Ansehen und Glaubwürdigkeit der Bürgermeisterin in einer bösartigen Inszenierung beschädigt" zu haben und ihn auf gefordert, sich öffentlich "für seine Unterstellungen" zu entschuldigen oder Fakten zu nennen.

Anlass ist der Förderbescheid der Bezirksregierung für die Bepflanzung der Fischertorstraße, beziehungsweise die Benachrichtigung über Vorbehalte zu einer Förderung der Baum-Pläne an der Promenade — RP berichtete Samstag exklusiv.

Bürgermeisterin Westkamp hat Anfang der Woche in einer Chronologie der Ereignisse dargelegt, dass auch sie erst am Freitag von den Schreiben aus Düsseldorf "überrascht" worden sei und nicht, wie ihr und der SPD vorgehalten werde, wider besseres Wissen die Befürworter einer Gesamtkonzeption für die Gestaltung der Promenade — CDU und FDP — attackiert habe.

Linz wiederum sieht keine Veranlassung für eine Entschuldigung. Er habe im Zusammenhang mit den "wann auch immer bekanntgewordenen" Förderbescheiden "die Vorgänge im Rathaus insgesamt" als "unglaublich" bezeichnet, so Linz. Das gelte weiter. Dabei sei er es, der eine Entschuldigung erwarten dürfe. Schließlich hätten die Bürgermeisterin und SPD-Chef Hovest die ganze Debatte angezettelt, indem sie die CDU als Blockierer der Förderung gegeißelt hätten.

(bp)