Wesel/Hamminkeln: Probleme mit Telekom: Kein Anschluss, drohende Kündigung

Wesel/Hamminkeln: Probleme mit Telekom: Kein Anschluss, drohende Kündigung

Gleich drei Leser aus Wesel und Hamminkeln haben sich bei der Redaktion gemeldet, weil sie massive Probleme mit der Telekom beklagen. Hans-Peter Schmitz aus Hamminkeln-Havelich und viele seiner Nachbarn haben seit einigen Tagen kein Festnetz mehr. Ein Telekom-Techniker, mit dem der Ingenieur per Handy telefoniert hat, habe gesagt, das liege an der veralteten Technik.

Schon seit Wochen nicht mehr telefonisch erreichbar ist auch Friedrich Neuhaus aus Bislich. Auch Fax und Internet funktionieren nicht mehr. Grund der Störung: Beim Orkan Friedricke war ein Baum auf eine Leitung gefallen. Die Telekom, sagt Neuhaus, könne nicht sagen, wann der Schaden repariert werde.

Und schließlich ist da noch Rudolf Hoffmann. Der 92-jährige Lackhausener und seine Frau können nicht mehr schlafen, seit ihnen die Telekom einen "Drohbrief" geschrieben habe, wie der Rentner sagt. "In dem Brief heißt es, dass wir uns für den Anschluss der Zukunft entscheiden sollen, sonst müsse man uns den Anschluss bald kündigen. Wir wollen aber kein Internet oder etwas anderes. Wir wollen, dass alles so bleibt wie jetzt", sagt Rudolf Hoffmann verzweifelt.

Die Redaktion hat die Pressestelle in Bonn mit den drei Fällen konfrontiert und um eine Antwort gebeten. Die ließ nicht lange auf sich warten: Die Probleme in Havelich seien behoben, teilte ein Telekomsprecher wenige Stunden später mit. Parallel dazu hatte Hans-Peter Schmitz der Redaktion bereits die frohe Kunde übermittelt, "dass bei uns jetzt wieder alles klappt". Problem gelöst.

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Den angeblichen "Drohbrief" der Telekom hat sich die Redaktion von den Eheleuten Hoffmann einmal zeigen lassen und schnell festgestellt, dass der Fall gar nicht so kompliziert ist. Ein kurzer Anruf bei dem Telekommunikations-Anbieter ergab, dass das betagte Ehepaar einen Uralt-Vertrag besitzt, bei dem es eigentlich viel zu viel bezahlt. Nun bekommen die Hoffmanns einen neuen Tarif, der billiger sein wird als der bisherige. In dieser Woche kommt ein Techniker ins Haus, um einen Router anzuschließen. Das war's dann auch schon. Der Hinweis der Redaktion an die freundliche Dame bei der Telekom im Call-Center Ludwigshafen, die Service-Telefonnummer für ältere Kunden einfach etwas größer und auffälliger in die Schreiben einzubauen, wurde gerne aufgenommen.

Unbeantwortet ist bislang aber noch die Frage, wann Friedrich Neuhaus in Bislich endlich wieder über das Festnetz zu erreichen ist.

(RP)