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Kreis Wesel: Post: Landtagsabgeordneter sammelt Beschwerden

Kreis Wesel : Post: Landtagsabgeordneter sammelt Beschwerden

Der Kampf um eine ausreichende und qualitativ hochwertige Postversorgung geht für den SPD-Kreisvorsitzenden und NRW-Landtagsabgeordneten René Schneider in die nächste Runde. Nach massiven Kundenbeschwerden und mehreren Rücksprachen bei der Deutschen Post sowie der Bundesnetzagentur (BNetzA) hat Schneider jetzt gemeinsam mit seiner Fraktion einen Antrag auf den Weg gebracht, der dafür wirbt, der BNetzA als Aufsichtsbehörde mehr Sanktionsmöglichkeiten zu geben.

"Es ist doch klar, dass vergessene Briefkästen und wochenlange Beförderungen erst dann der Vergangenheit angehören, wenn man den Postdienstleistern auch auf die Finger klopfen kann, statt nur mit dem erhobenen Zeigefinger zu drohen", erklärt Schneider. Seine Fraktion möchte die Landesregierung dazu bewegen, den Einfluss NRWs in Berlin geltend zu machen, um die grundgesetzlich garantierten "flächendeckend angemessenen und ausreichenden Postdienstleistungen" auch in der Realität durchzusetzen. "Wir Abgeordnete hören in den vergangenen Monaten von immer mehr Beschwerden der Post-Kunden und fragen uns, warum die BNetzA ein zahnloser Tiger bleiben soll. Schlichtungsverfahren braucht derzeit kein Anbieter mitzumachen und eine Pflicht zur Erstattung von Porto bei nicht erbrachter Leistung besteht ebenfalls nicht. Wie soll sich auf dieser Basis etwas ändern", fragt sich Schneider.

Er nennt auch aktuelle Zahlen: Allein bis Ende März gab es demnach 4100 Reklamationen. 2017 waren es noch 6100 über das gesamte Jahr. "Das zeigt, dass wir dringend etwas tun müssen, damit der zahnlose Tiger BNetzA endlich zubeißen kann." Schneider fordert deshalb alle Kunden auf, das Internetangebot der Verbraucherzentrale zu nutzen, die auf www.post-aerger.de Beschwerden sammelt. Dies will auch Schneider selbst jetzt tun und Fälle aus dem Kreis Wesel zusammentragen, die er exemplarisch in die Diskussion im Landtag einbringen möchte. Kopien von Kundenbeschwerden, die in erster Linie an den Dienstleister oder die Aufsichtsbehörde gerichtet werden sollten, können gemailt (info@reneschneider.de) oder per Post (René Schneider MdL, Platz des Landtags 1, 40221 Düsseldorf) an ihn geschickt werden.

(RP)