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Schermbeck: Polnische und Schermbecker Jugendliche feiern gemeinsam

Schermbeck : Polnische und Schermbecker Jugendliche feiern gemeinsam

Zu einem Höhepunkt ihres achttägigen Aufenthaltes in Schermbeck wurde für 15 Jungen und Mädchen der " Grundschule Nr. 2" (ehemals Gymnasium Nr. 2) aus dem polnischen Gizycko (Lötzen) und für die begleitenden Lehrer Monika Lipert-Masiejczyk und Agnieszka Kulesza am Donnerstagabend das Treffen mit dem stellvertretenden Bürgermeister Engelbert Bikowski im Jugendkeller "You" in der Kempkesstege.

In den zurückliegenden 17 Jahren fanden die offiziellen Empfänge der polnischen Gäste durch den Bürgermeister meist im Rathaus statt. Die Idee des Bürgermeisters Mike Rexforth, die Begegnung mit den Jugendlichen ins nahe Jugendheim "You" zu verlegen, kam beim letzten Mal sehr gut an und wurde deshalb diesmal wiederholt. Die Organisation des Abends im "You" übernahm Jugendleiter Patrick Bönki.

Die dreizehn- bis 15-jährigen Schüler aus Polen genossen die besondere Atmosphäre im Jugendkeller mit fetziger Musik und freuten sich riesig, im "You" Billard spielen oder kickern zu können. Einige bevorzugten das Eisstockschießen, während andere in Kleingruppen plaudernd und lachend zusammensaßen. Die Hauptverständigungssprache war Englisch. Die Verständigung auf Deutsch fiel noch schwer, weil die polnischen Gäste erst ein oder zwei Jahre Deutschunterricht hatten.

Zur Feier im "YOU" kamen auch die Gesamtschullehrer Nadine Jarzombek, Eveline Kromus und Matthias Trost, der den Austausch fast von Beginn an leitet. Trosts nach wie vor anhaltende Begeisterung wird von der Freude darüber genährt, dass "Osteuropa etwas stärker mit uns zusammenarbeitet."

Am Montag fliegen die polnischen Schüler zurück in ihre Heimat. Im Herbst gibt es ein Wiedersehen. Dann starten die Schermbecker Schülerinnen und Schüler zu einem Gegenbesuch. In Polen werden die Städte Danzig und Warschau ebenso besichtigt wie die Wolfsschanze, die Wallfahrtskirche "Heilige Linde" und die Naturschönheiten der großen masurischen Seen. "Einen Schwerpunkt bildet hierbei das gemeinsame Geschichtsprojekt in der Gedenkstätte Konzentrationslager Stutthof", nannte Matthias Trost wichtige Programmpunkte des Besuches.

(hs)