Politik will Protestparty für Biergarten von Dirk Aberfeld in Wesel fernbleiben

Wirbel um Pachtvertrag : Politik will Protestparty für Biergarten in Wesel fernbleiben

Dirk Aberfeld will am Freitag, zwei Tage vor der Europawahl, viele Gäste in seinem Biergarten am Rhein empfangen. Die Politik schlug eine Einladung aus.

Die Form ist ungewöhnlich, die Reihen sind fast geschlossen: In einem gemeinsamen Brief haben Bürgermeisterin Ulrike Westkamp (SPD) und fast alle Fraktionschefs des Weseler Kommunalparlaments dem Biergartenbetreiber Dirk Aberfeld nach einer Party-Einladung eine Absage erteilt. Der Rheinberger Gastronom will am Freitag mit einer Protestparty die Politik mobilisieren, einer Verlängerung des Pachtverhältnisses für die Biergartenfläche doch noch  zuzustimmen. Die Politiker hatte er aufgefordert, am Freitag um 18 Uhr zum Biergarten zu kommen. Nun teilen mit Ulrike Westkamp auch Ludger Hovest (SPD), Jürgen Linz (CDU), Ulrich Gorris (Grüne), Peter Berns (FDP) und Norbert Segerath (Linke) in einem am Dienstagabend versandten Brief mit, dass sie nicht erscheinen werden. Das Schreiben wurde im Anschluss an die Ratssitzung geschickt – und von allen unterschrieben. Darin wird darauf verwiesen, dass das Vertragsverhältnis Aberfelds mit der Bäder GmbH bestehe und folglich die Politik außen vor sei. Betont wird im Schreiben zudem, dass der Biergarten weiter existieren soll

Auffällig: Aus Reihen des Rates fehlt als Fraktionschef nur Thomas Moll von  „Wir für Wesel“ (WfW). Gut möglich, dass sich die WfW auf Seiten des Biergartenbetreibers schlägt. Im Rat hatte die WfW am Dienstagabend auch dafür plädiert, die Minigolfanlage auch bei Umbau des Kombibades am jetzigen Platz zu belassen. Dafür gab es aber keine Mehrheit.

Aberfeld will am Freitag, zwei Tage vor der Europawahl, viele Gäste in seinem Biergarten am Rhein empfangen. Den Biergarten nennt er „mein Baby“. Er habe das Potenzial dort entdeckt. Im Internet gibt es zahlreiche Fürsprecher, auch auch einige Kritiker des Biergartens.

(sep)
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