Politik stimmt Planung für Hafenausbau zu

Delta-Port-Areal in Wesel : Politik stimmt Planung für Hafenausbau zu

Streit gab es im Auschuss nach den Stellungnahmen von Grünen und Linke. Sie lehnen den Hafenausbau ab.

Gegen zwei Stimmen von Grünen und Linken bei einer Enthaltung hat der Umweltausschuss am Mittwochabend entschieden, den Bebauungsplan im Bereich des Rhein-Lippe-Hafens zu verändern. Damit ist der Weg für eine Hafenentwicklung und eine weitere Ansiedlung von Firmen im Hafen am Rande der Lippemündung geebnet. Streit gab es im Auschuss nach den Stellungnahmen von Grünen und Linke. Beide lehnen den Hafenausbau ab. Grünen-Fraktionschef Ulrich Gorris begründete dies auch damit, dass der Hafen keinen trimodalen Anschluss habe. „Ökologie und Ökonomie sind hier nicht in Einklang gebracht.“ Es gebe dramatische Umweltprobleme auf der Welt, aber keine Probleme einer zu schwachen Wirtschaft. Gorris forderte Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Firmen und eine Fassadenbegrünung. Ferner verwies Gorris auf die Kritik des Naturschutzbundes (Nabu) am Hafenausbau. Die Linke hegte ebenfalls Bedenken. Ludger Hovest, SPD-Fraktionschef, zeigte sich empört über die Grünen-Reaktion. Er verwies darauf, dass dieser Ausbau seit zehn Jahren unstrittig sei. Auch die Vertreter der Grünen und Linken hätten in den entsprechenden Gremien des Hafens für einen Ausbau der Kaimauer gestimmt. Diese habe das Ziel, den Hafen zu erweitern. „Wir bauen dann eine Kaimauer ins Nirgendwo“, kritisierte er. „Phärisäerhaftes Verhalten“ würde Ulrich Gorris von den Grünen nun zeigen. Hovest forderte Gorris auch auf, die Frage zu beantworten, ob die Grünen im nächsten Aufsichtsrat von Deltaport den Antrag stellen, die Fördergelder für einen Ausbau der Kaimauer zurückzunehmen.

(sep)
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