1. NRW
  2. Städte
  3. Wesel

Politik in Wesel regt Betreuung der Spielplätze durch Jugendamt an

Vorstoß von SPD, FDP und Grünen in Wesel : Politik regt Betreuung der Spielplätze durch Jugendamt an

Viele Eltern und Erziehungsberechtigte lebten derzeit zerrissen zwischen Arbeit, Homeoffice und Kinderbetreuung, argumentieren die Ratsmitglieder Marlies Hillefeld, Peter Berns und Ludger Hovest. Sie haben einen Fragenkatalog an die Verwaltung gerichtet.

  SPD, FDP und Grüne fragen in einem Antrag, wie die Weseler Stadtverwaltung vor dem Hintergrund des Coronavirus mit Kitas, Spielplätzen und Bolzplätzen umgehen will. „Höchstmögliche Freiheit bei höchstmöglicher Sicherheit für unsere Kinder“ fordern Marlies Hillefeld (Grüne), Peter Berns (FDP) und Ludger Hovest (SPD). So stellen sie die Frage, ob Mitarbeiter des Weseler Jugendamtes temporär die Spielplätze betreuen sollen und wann Bolzplätze sowie städtische Sportanlagen in beschränktem Umfang wieder zur Verfügung stehen.

„Viele Eltern und Erziehungsberechtigte leben derzeit zerrissen zwischen Arbeit, Homeoffice und Kinderbetreuung“, schreiben Hillefeld, Berns und Hovest. Gerade Kinder, die noch nicht im Grundschulalter sind, benötigten intensive Zuwendungen. Die Kitas seien aber nur für die Notbetreuung da, Bolzplätze und Sportstätten geschlossen. Die Fraktionen wollen nun in einem gemeinsamen Antrag erfahren, welche Konzepte die Stadt Wesel für mögliche Lockerungen hat, nach welchen Kriterien Kinder wieder in die Kita gehen dürfen, ob es ausreichend Hygienemittel gibt und wie etwa die Betreuung in den Außenanlagen aussehen soll.

Auch für die Bolzplätze fragen die Fraktionen nach speziellen Regelungen und regen an, die Öffnungszeiten zu verändern. Im Bezug auf Spielplätze und Bolzplätze fragen die Fraktionen ferner, wie viele Kinder pro Quadratmeter auf einer Spielfläche anwesend sein dürfen, welche Spielgeräte genutzt werden dürfen und wie und wann sie desinfiziert werden. Die Fraktionen fragen auch an, ob Stationen geschaffen werden, wo sich Kinder und Begleitpersonen vor und nach Besuch des Spielplatzes die Hände desinfizieren können.

Es soll eine Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses und des Schul- und Sportausschusses geben, in deren Rahmen die Themen besprochen werden sollen. Ordnungsamt und Kreisgesundheitsamt sollen auch teilnehmen.

(sep)