Wesel: Plötzliche Hecken-Rodung sorgt für Verärgerung

Wesel: Plötzliche Hecken-Rodung sorgt für Verärgerung

An der Raesfelder Straße in Schepersfeld gibt es derzeit nur ein Gesprächsthema: Die unangekündigte Rodung einer Jahrzehnte alten Kirschlorbeerhecke, die von den Bewohnern mehrerer Reihenhäuser als immergrüner Sichtschutz zur Firma G-tec geschätzt wurde.

Leserin Marion Wemhoff hat sich bei der Redaktion gemeldet und den Fall aus ihrer Sicht geschildert. "Ich dachte, dass der städtische Betrieb ASG die Hecke entfernt. Doch es war ein Fachmann, der von der Firma G-tec beauftragt war und erklärte, dass dieser Grundstücksstreifen der Stadt abgekauft worden sei." Nun gibt es in der Nachbarschaft Befürchtungen, dass G-tec die Fläche zubaut und Rettungsfahrzeuge und Öltankwagen womöglich nicht mehr zu den Häusern kommen könnte. Außerdem beklagt Marion Wemhoff fehlende Informationen vonseiten der Verwaltung. "Ist die Stadt nun für die Bürger da oder nicht?", fragt sie.

Wirtschaftsförderer Johannes Opgen-Rhein erklärte auf Anfrage unserer Redaktion, dass es tatsächlich so gewesen sei, dass man G-tec den Streifen im vergangenen Jahr verkauft habe und diese dort Parkplätze errichten werde. "Allerdings wird das Unternehmen - gemäß dem bestehenden Bebauungsplan - anschließend wieder eine Hecke als Sichtschutz anpflanzen." Befürchtungen, dass Rettungsfahrzeuge nicht mehr zu den Reihenhäusern an der Raesfelder Straße gelangen könnten, müsse niemand haben. "Die Durchfahrten sind alle mindestens fünf Meter breit", so Opgen-Rhein. Auch wenn rechtlich alles einwandfrei sei, so kann er den Unmut der Anwohner nachvollziehen. "Vielleicht sollte man künftig noch sensibler sein und eine solche Aktion in geeigneter Form vorher ankündigen."

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(RP)