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Wesel: Pfarrei Sankt Nikolaus ist auf gutem Weg

Wesel : Pfarrei Sankt Nikolaus ist auf gutem Weg

1200 Besucher beim Festgottesdienst auf dem Großen Markt zeigten die große Anteilnahme, die dem Zusammengehen von vier Pfarrgemeinden entgegengebracht wird. Bei schönstem Sonnenwetter entwickelte sich ein fröhliches Ereignis.

Ein einziger Satz auf der von Bischof Felix Genn unterzeichneten Urkunde machte die Fusion der Weseler Kirchengemeinden St. Antonius, St. Martini, St. Mariä Himmelfahrt und St. Johannes zur Großgemeinde St. Nikolaus perfekt. In den Köpfen und Herzen der Menschen wird das Zusammenwachsen noch ein wenig mehr Zeit in Anspruch nehmen. "Ganz so einfach ist es nicht", musste auch Weihbischof Wilfried Theising beim Fusionsgottesdienst auf dem Großen Markt gestehen. Ganz unterschiedliche Gefühle seien für die Mitglieder der neuen katholischen Großpfarrei mit den umwälzenden Veränderungen verbunden. Doch die große Beteiligung an der zentralen Feier lasse zuversichtlich in die Zukunft blicken. Und passend dazu schien die Sonne strahlend am Pfingstsonntag. Basis für ein fröhliches Fest und Kennzeichen auch für einen positiven Aufbruch.

 Godehard Reul schlägt die älteste Glocke Wesels an.
Godehard Reul schlägt die älteste Glocke Wesels an. Foto: Malz, Ekkehart (ema)

Mit Gott im Herzen könne der Schwung und die Freude des Anfangs genutzt werden, um Menschen für die Gemeinde zu gewinnen. "Wir wollen ein guter Landeplatz für den Heiligen Geist sein", so Theising. Der Fusionsgottesdienst wurde festlich gerahmt vom Gesang eines Projektchores aus über 200 Sängerinnen und Sängern unter der Leitung von Willem Winschuh und Barbara Hochgürtel. Ein Nikolaus-Lied durfte im Repertoire natürlich nicht fehlen.

 Jung und Alt waren beim Festgottesdienst auf dem Großen Markt dabei.
Jung und Alt waren beim Festgottesdienst auf dem Großen Markt dabei. Foto: Ekkehart malz

Zum Einzug wurde eine besondere Glocke geläutet. Die älteste Glocke in Wesel stammt aus dem alten Kartäuserkloster auf der Grav-Insel und hängt heute in der Marienkirche in Flüren. Messdiener aus allen Gemeinden zogen gemeinsam mit Banner- und Fahnenabordnungen der kirchlichen Gruppen und Verbände zum Altar. Angeführt wurde die Prozession vom Vortragekreuz aus St. Antonius in der Form des Antoniter-Kreuzes.

 Der große Projektchor sang auf der Bühne, Weihbischof Wilfried Theising und Pfarrer Stefan Sühling sprachen am Altar.
Der große Projektchor sang auf der Bühne, Weihbischof Wilfried Theising und Pfarrer Stefan Sühling sprachen am Altar. Foto: Malz, Ekkehart (ema)

"Was für ein schöner Sonntag." Mit diesen Worten begrüßte der leitende Pfarrer der neuen Großgemeinde Stefan Sühling die Gottesdienstbesucher unter freiem, strahlend blauem Himmel. Weihbischof Theising verlas die Ernennungsurkunde und öffnete die neuen Kirchenbücher für St. Nikolaus Wesel.

Wesel: Pfarrei Sankt Nikolaus ist auf gutem Weg
Foto: Malz, Ekkehart (ema)

In seiner Predigt ging der Bischof auf die Bedeutung des Pfingstfestes als Geburtsstunde der Kirche ein und stellte einen Bezug zur Gründung der St. Nikolaus-Gemeinde her. Der evangelische Willibrordi-Dom als Kulisse sei Zeichen der "gelebten Gemeinschaft" in der Ökumene.

Wesel: Pfarrei Sankt Nikolaus ist auf gutem Weg
Foto: Malz, Ekkehart (ema)

Pfarrerin Martina Biebersdorf von der Ev. Kirchengemeinde überraschte Pfarrer Sühling mit einem humorvollen St. Nikolausgedicht und einem gefüllten Nikolausstiefel. Auch Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, der stellvertretende Landrat Heinrich Friedrich Heselmann und Dechant Klaus Honermann überbrachten Grußworte. Im Anschluss an den Gottesdienst lud die neue Großgemeinde St. Nikolaus Wesel mit ihren neun Kirchtürmen in Wesel zu einem Fest der Begegnung auf dem Großen Markt ein.

Den Tag beschloss ein Evensong (Abendgebet) in der Herz-Jesu-Kirche. Am Sonntag, 26. Mai, um 19 Uhr präsentiert das Collegium Vocale das Paulus-Oratorium von Felix Mendelssohn-Bartholdy in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt.

Damit schließt sich der musikalische Ring bei den Fusionsfeierlichkeiten.

(krsa)