Wesel: Paddel-Premiere auf dem See

Wesel : Paddel-Premiere auf dem See

Immer wieder prasselten kräftige Regenschauer auf die Paddler der Drachenboot-Regatta nieder. Doch am Nachmittag schien die Sonne und das Publikum kam. Der Ortswechsel zum Auesee erwies sich als Glücksgriff.

Verlierer gab es keine bei der vierten Drachenboot-Regatta im Rahmen der PPP-Tage. Was den Spaßfaktor betrifft, gingen alle 30 teilnehmenden Teams als strahlende Sieger aus dem Rennen um den Hülskens-Fun-Cup hervor. Weniger strahlend war gestern das Wetter. Immer wieder prasselten kräftige Regenschauer auf Paddler und Besucher nieder. Zwischendurch zeigte sich jedoch auch die Sonne, was der Veranstaltung zumindest am Nachmittag einen ordentlichen Publikumszulauf garantierte.

Drachenköpfe fehlten

Zum ersten Mal fand das Rennen auf dem Auesee und nicht im Yachthafen statt. Der Ortswechsel erwies sich als Glücksgriff, denn vom Ufer aus waren die Boote und vor allem der spannende Zieleinlauf gut zu überblicken. 180 Meter mussten die Paddler zurücklegen. Wer sich wunderte, dass die Drachenboote allesamt "kopflos" unterwegs waren, erfuhr von Moderator Klaus-Peter Roelvinck den Grund: Bei einem der Boote war der markante Drachenkopf defekt und der Fairness halber wurden bei allen anderen Booten ebenfalls die Köpfe demontiert.

Angeheizt von rhythmischen Trommelschlägen glitten die Boote über das Wasser, angetrieben mit purer Muskelkraft der Paddler. Gestartet wurde in drei Disziplinen. Die meisten Teams, nämlich genau 18 hatten im "Mixed" (mindestens sechs Frauen) gemeldet, jeweils sechs Teams waren in der offenen Klasse (maximal fünf Frauen) sowie im reinen Damenwettbewerb unterwegs. In der gemischten Kategorie wurden drei Cups ausgefahren. Die drei schnellsten Teams aus den Vorrunden kämpften außerdem im Finale um den Gesamt-Regatta-Sieg. Als "Königsdisziplin" gilt allerdings die offene Klasse, da hier die meisten Männer im Boot sind und somit die schnellsten Zeiten erzielt werden.

Ein Wimpernschlag-Finale

Das Team "Titanix" siegt im Wimpernschlag-Finale mit fünf Hundertstelsekunden vor den "Vruchtzwergen" und wiederholte damit seinen Erfolg von 2009. Eine Titelverteidigung gab es auch bei den Damen: Auf den letzten Metern sicherten sich die "Kanalhexen" den RP-Cup vor den "Titanixen" und den "am Puls med.chen" vom Fitness-Studio "am Puls". Nach dem hart umkämpften Sieg war die Anstrengung auch körperlich zu spüren, doch mit dem Pokal in Händen war der Muskelkater schnell vergessen. Den Mixed-Gesamtsieg holten sich die "RWE-Energiebündel".

Heiß umkämpft war auch der Sonderpreis für das beste Kostüm. Die "Rheinweiber", diesmal ganz auf Hawaii eingestellt, starteten einen Versuch, die Jury mit einer spontanen Tanzeinlage zu überzeugen, mussten sich aber den "Killerbienen" in wahrhaft "bestechenden" Outfits geschlagen geben.

(RP)