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Unsere Woche: Notwehr und Gegenangriff

Unsere Woche : Notwehr und Gegenangriff

In dieser Woche mal zwei Ärgernisse: Zum einen ist da die Baustelle auf der Xantener Straße (L 460), die besonders die Gindericher als Anlieger nervt. Viele Ansässige missachten das Querungsverbot für Privatverkehr an der Imgrund-Kreuzung und rollen einfach mit dem nächsten Bus-Grün auch hinüber. Riecht nach Notwehr, doch sollte man es nicht auf eine rechtliche Prüfung ankommen lassen. Einerseits ist der nie von Straßen NRW öffentlich gemachte Grundgedanke ja gut, Durchgangsverkehr, der sich neben die Baustelle verirren könnte, von Ginderich und Gest/Büderich fernzuhalten. Beklagt wird von den Betroffenen aber unter anderem mangelnde Kommunikation.

Diese wiederum funktioniert schriftlich zwischen Kreis und Stadt und führt zum zweiten Ärgernis der Woche: der Empfehlung des Landrats, die Weseler Steuern zu erhöhen. Darauf hat dessen Parteigenosse Ludger Hovest gerade noch gewartet. Der hat an den Ausgabegewohnheiten des Kreises noch nie ein gutes Haar gelassen. Also kam eine Selbstverpflichtung, die Steuern nicht zu erhöhen, und ein Gegenangriff mit Hoffnung auf Schützenhilfe aus Düsseldorf. Aufs Urteil der Bezirksregierung zum Kreishaushalt sind alle gespannt.

Fritz Schubert

fritz.schubert@rheinische-post.de

(RP)