1. NRW
  2. Städte
  3. Wesel

Niag soll Schüler zur Gesamtschule Hamminkeln bringen

Zusätzliche Buslinie nach Rees : Niag soll Schüler zur Gesamtschule bringen

Der Rat hat im Dezember 2018 die Erweiterung des Schülerspezialverkehrs mit einer zusätzlichen Linie nach Rees beschlossen. Die Verwaltung sollte in die europaweite Ausschreibung des Schülerspezialverkehrs ab dem Schuljahr 2019/20 die Linie Rees-Haldern/Rees-Mehr aufnehmen.

Die Niag hat aktuell neue Möglichkeiten der Verbesserung des Nahverkehrs für Schüler aus dem Bereich Rees-Haldern, Rees-Mehr und Wesel-Bislich der Stadt Hamminkeln vorgestellt. Nun stellt die Stadt Hamminkeln ihrerseits in der Vorlage für den am Donnerstag, 7. Februar, tagenden Bildungsausschuss fest: „Das Angebot der Niag, für das ein Schokoticket erforderlich ist, ist im Vergleich zu den kalkulierten Kosten des erweiterten Schülerspezialverkehrs nach Rees-Haldern kostengünstiger und zugleich eine deutliche Streckenverbesserung sowohl in Zeit wie im Umfang – auch für Schüler und Schülerinnen aus Rees-Mehr und Wesel-Bislich.“

Es geht um die Direktverbindung von Haldern zur Gesamtschule Hamminkeln und eine zügige Streckenführung Wesel-Bislich über Rees-Mehr (Halt auch am Bahnhof Mehrhoog) zur Gesamtschule. Mit dem attraktiveren Schülertransfer würde auch die Chance genutzt, die Oberstufe der weiterführenden Schule durch verbessertes Fahrangebot auf die notwendigen Schülerzahlen zu bringen. Die Zeit, dafür zu werben, ist aber knapp. Die Anmeldeprozedur an der Gesamtschule Hamminkeln beginnt am Samstag, 9. Februar.

Hintergrund des Niag-Transfers ist auch eine wirtschaftlich günstigere Lösung. Für Schüler besteht beim Erwerb des Schokotickets eine Kostenbeteiligungspflicht von zwölf Euro monatlich. Das erste Geschwisterkind zahlt sechs Euro monatlich, das dritte Kind fährt kostenfrei mit. Außerdem ermöglicht das Schokoticket im Gegenzug über den Transfer zur Schule weitere Nutzungsmöglichkeiten für die Freizeit. Mit dieser Konstruktion steht auch die Kommune besser da.

Denn das Niag-Angebot rechnet sich für die Stadt. Für die im bestehenden Ratsbeschluss genannte Streckenerweiterung wurden für den Haushalt 2019 insgesamt 60.000 Euro Kosten kalkuliert. Die Variante der Niag schlägt mit zusätzlichen Kosten von 30.000 Euro zu Buche. Das ist deutlich weniger. „Zugleich kann dem Grundsatz des Vorrangs der Nutzung des Öffentlichen Personen Nahverkehrs entsprochen werden“, heißt es außerdem.

Für Halderner bedeutet die Lösung, per Direktlinie vom Dorf bis vor die Gesamtschule im Linienverkehr gebracht zu werden. Bisher gibt es einen Umstieg in Wertherbruch. Die Tour über Bislich nach Hamminkeln mit Halt in Mehrhoog und dann zur Gesamtschule ist ebenfalls verbessert. „Hätten wir nicht die Ausschreibung des Spezialverkehrs beschlossen, wäre es vielleicht nicht zu Gesprächen mit der Niag gekommen“, sagt Bürgermeister Bernd Romanski. Kurz vor Weihnachten habe es eine Reaktion des Nahverkehrsunternehmens gegeben und dann Verhandlungen, was auch durch veränderte Regelungen möglich geworden sei.