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Niag schickt zwei Ticket-Busse in die Städte und Gemeinden

Kreise Wesel und Kleve : Niag schickt zwei Ticket-Busse in die Städte und Gemeinden

Weil die Fahrer nicht mehr kontaktiert werden dürfen, gibt es ungewöhnliche Alternativen. Die Niag funktioniert nun zwei Busse zu Ticketschaltern um. Sie fahren in den Kreisen Wesel und Kleve umher.

Ab dem 2. Juni werden zwei Ticketbusse der Niederrheinischen Verkehrs AG (Niag) als mobiles Kundencenter in verschiedenen Städten des unteren Niederrheins das komplette Fahrkartensortiment anbieten. Das hat die Niag nun mitgeteilt. Vor allem an Wochenmärkten und an Einkaufszentren in den Kreisen Wesel und Kleve werden die beiden Fahrzeuge in der Regel für jeweils zwei Stunden die Fahrausweise anbieten. Die Busse werden hierbei an nahegelegenen Haltestellen stationiert sein.

Zeiten und Standorte der Ticketbusse sind ab kommender Woche auf der Internetseite der Niag Unternehmensgruppe unter www.niag-online.de abrufbar. Der zum Ticketbus umfunktionierte Linienbus ist vom Bürgersteig aus ebenerdig zu betreten und bietet so auch Menschen mit Gehbehinderung eine Zugangsmöglichkeit. Zum Start besteht zunächst die Möglichkeit der Barzahlung, die Niag prüft derzeit Instrumente für kontaktloses Bezahlen. Auf diesem Weg erworbene Tickets sind, ebenso wie die im Kundencenter, online oder in Automaten gekauften, bis März 2021 gültig.

Die Ticketbusse sollen voraussichtlich so lange unterwegs sein, wie der Ticketerwerb bei den Busfahrern Corona-bedingt nicht möglich ist. Seit dem 14. März ist der Fahrkartenverkauf beim Fahrpersonal in den Bussen der Niag und von Look sowie beauftragter Unternehmen bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Fahrgäste sind seitdem gebeten, die Busse ausschließlich über die hinteren Türen zu betreten. Die vordere Tür beim Fahrpersonal bleibt geschlossen, der vordere Fahrerbereich wird gemäß einer Richtlinie des Bundesverbands Deutscher Verkehrsunternehmen zur Pandemieplanung abgetrennt. Damit soll die Wahrscheinlichkeit einer Virenübertragung beim Ticketkauf und einem damit verbundenen Geldwechsel sowohl für alle Fahrgäste als auch für die Fahrer verringert werden.

Niag-Vorstand Peter Giesen sagt: „Es ist uns wichtig, dass unsere Region auch in dieser schwierigen Phase mobil bleibt.“ Ein zweistündiger Test mit dem Ticketbus in Kamp-Lintfort am 27. Mai habe „größeres Interesse“ ergeben. Giesen sagt: „Wir sehen uns mit dem Ansatz bestätigt und wollen helfen, unseren Fahrgästen den Zugang zu Tickets zu erleichtern.“ Die Idee zum Ticketbus war im Niag-Betriebsteam entstanden.