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Neustart der Nachbarschaftsberatung in Schermbeck

Schermbeck : Neustart der Nachbarschaftsberatung

Drei Partner setzen das Projekt fort. Die Schermbecker Koordinationsstelle soll neu besetzt werden.

Zehn Jahre lang hat das Modellprojekt „Nachbarschaftsbetreuung Schermbecker für Schermbecker“ unter keinem guten Stern gestanden. Auch nach der Namensänderung zur Nachbarschaftsberatung dümpelte es vor sich hin. Das soll nun anders werden. Eckpunkte wurden jetzt im Gemeindehaus an der Kempkesstege vorgestellt.

Mit Zuwendungsbescheid vom 19. Dezember 2016 ist das Leader-Projekt Weiterentwicklung der Nachbarschaftsberatung seitens der Bezirksregierung Düsseldorf für die Kommunen Hamminkeln, Hünxe und Schermbeck bis zum 31. März 2021 bewilligt worden. Für das Projekt sind zuwendungsfähige Gesamtausgaben in Höhe von 378.769,45 Euro vorgesehen, von denen die von Leader 246.200,14 Euro und die öffentliche Förderung durch die Kommunen 132.569,31 Euro – je ein Drittel- beträgt.

Eine Kooperationspartnerschaft aus Evangelischer Kirchengemeinde Schermbeck, Evangelischer Stiftung Lühlerheim und Diakonischem Werk des Kirchenkreises Wesel hatte sich Anfang Mai 2019 um die Trägerschaft für die Nachbarschaftsberatung in Schermbeck beworben. „Ende September konnte sich unsere Konzeption in einem Auswahlgremium der Leader-Region Lippe-Issel-Niederrhein durchsetzen“, berichtete nun Diakonie-Geschäftsführer Jürgen Orts. Am 4. Dezember hat der Haupt- und Finanzausschuss mit den Stimmen der CDU die Fortführung beschlossen und dabei das Projekt um den Zeitraum verlängert, in dem es nicht genutzt wurde. Die Koordinierungsstelle war seit dem 1. Juli 2018 nicht mehr besetzt.

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Die Projektpartner stellten ihre Eignung vor. Pfarrer Dieter Hofmann verwies auf jahrelange Erfahrung in Aufbau und Begleitung des Schermbecker Netzwerkes mit rund 300 Ehrenamtlichen aus allen Bevölkerungsgruppen. Als Geschäftsführer der Stiftung Lühlerheim erinnerte Theo Lemken daran, dass sie von 2012 bis 2018 bereits Träger der Nachbarschaftsberatung gewesen sei und im Bossow-Haus Versorgung im Alter angeboten werde. Die Diakonie, so Orts, „ist ebenfalls in der Gewinnung, Begleitung und Fortbildung Ehrenamtlicher seit mehr als 20 Jahren tätig und unterhält seit vielen Jahren in Schermbeck Außenstellen der Ehe-, Familien und Lebensberatung, der Schuldner- und Insolvenzberatung sowie der Schwangerschaftsberatung.“

 Auf Erfahrung aufbauend, wollen die drei Träger eine enge Verzahnung der hauptamtlichen Stelle der Nachbarschaftsberatung, der bereits bestehenden hauptamtlichen diakonischen Angebote in Schermbeck und der Ehrenamtsstrukturen umsetzen. Die Besetzung der Koordinationsstelle soll schon bald erfolgen. Es handelt sich um eine halbe Stelle mit 19,5 Stunden. Die neue Leitung wird im Gemeindehaus an der Kempkesstege erreichbar sein.

Die Partner wollen das Projekt „als herausragendes Beispiel lokalen bürgerschaftlichen Engagements in Schermbeck langfristig sichern und weiterentwickeln“. Dabei setzt man auf das Netzwerk, in dem sich Menschen zusammenfinden, „die ihre Zeit aktiv und sinnstiftend gestalten wollen.“ Als vorteilhaft wird auch das Gemeindehaus angesehen. Hier finden bereits Diakonie-Beratungen statt. Für den Standort sprächen auch räumliche und organisatorische Argumente.